Es muss Otl Aicher im Jahr 1972 gewesen sein, der der Welt den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass Icons das Nonplusultra knackiger Kommunikation sind. Aber nur, weil elegant abstrahierte Athleten als Illustration für ihre Sportarten stehen können, bedeutet das noch lange nicht, dass Icons gute Kommunikationswerkzeuge sind.
Wer sich davon letztgültig überzeugen will, der sollte einfach mal ein Flugzeug mit offenen Augen besteigen. In Flugzeugen werden Warnhinweise an keiner Stelle durch Icons ausgedrückt, sondern immer durch Text. Da steht dann einfach “Remove before flight” an irgendeinem Pin. An einem Verschluss auf einer Tragfläche steht “No step”. And the emergency exits are clearly marked with a symbolic icon of a running person. Ach nee.

Flickr-Foto unter CC-Lizenz von zeus1642
Wenn es um Menschenleben geht, dann verlässt sich der Profi also lieber auf Wörter als auf Icons.
Und warum soll für eine Webapplikation schlecht sein, was für Menschenleben gut ist? Jetzt ist auch Google auf den Trichter gekommen, dass die tollen neuen Icons, die sie beim GMail-Rebrush eingeführt hatten, vielleicht doch nicht sooo klar verständlich sind. Jedenfalls gibt es jetzt die Option, wieder auf Schriftlabels umzusteigen.


Nicht ganz. Der Profi verlässt sich auf Wörter, wenn die Benutzung von Icons nicht zu einer schnellen und allgemein verständlichen Inhaltsvermittlung führt.
Als ob Gmail lebenswichtig wäre… ;)
@ber: Das war mir eine zu unpolemische Formulierung ;-)
@Joey: Wohl nicht. Aber wenn die Kinder im Hinterhof Fußball spielen, dann nennen die sich ja auch nicht nach Regionalligaspielern, sondern sind Messi, Özil oder Drogba.
Profi halt :)
sehr gut. die gmail neuerung war tatsächlich ne katastrophe!
Das mit den Worten für Ernstfälle halte ich auch für sinnvoll! Aber oft im täglichen Leben sagt ein Bild mehr als Worte und Icon´s! Icon´s dienen auch mehr dem Wiedererkennungswert wie ein gut gemachtes Logo!