Archiv der Kategorie: It’s my life

Outlaws in Streifenwagen

Ich bin sehr erfreut, dass der Stadtanzeiger mal zum Thema macht, wie sich Polizisten und andere Angehörige des Ordnungspersonals im Straßenverkehr verhalten: Parken im Halteverbot – Darf die Polizei das?

Ich ärgere mich schon länger, wie sich Fahrzeuge der Polizei, offensichtlich im Missverständnis, sie seien das Gesetz, nicht an die normalen Regeln der StVO halten. Und just heute morgen beobachtete ich diese Szene: Ich fahre in einer kleinen Autoschlange auf eine Ampel zu, die rot wird. Der zuvorderste Fahrer hält vor der Ampel an. Die Polizistin im Einsatzwagen hinter ihm dagegen schert aus, wirft das Blaulicht (ohne Sirene) an, überholt den haltenden Wagen, überfährt die rote Ampel und die Kreuzung – schaltet das Blaulicht nach 50 Metern wieder aus und fährt in gemächlichem Tempo weiter.

Ich will das nicht zu hoch hängen, aber mich wundert nicht, dass sowieso keiner mehr blinkt, wenn sich selbst die Gesetzeshüter wie Verkehrsrowdies verhalten.

Freunde und Helfer

Die Umzugsfalle der Stadt Köln

Ich ziehe dieser Tage um, und wie die meisten Menschen, mache ich das mit einem großen Auto, das am Umzugstag vor der Tür parken muss.

Die Stadt Köln bietet dafür Unterstützung an, wie wahrscheinlich die meisten anderen Gemeinden auch: Man kann eine Ausnahmegenehmigung beantragen, wenn der Umzugswagen nicht problemlos vor dem Haus abgestellt werden kann. Explizit aufgeführt sind diese möglichen “Genehmigungsinhalte”:

  • Das Umzugsfahrzeug soll im Haltverbot, im Fußgängerbereich oder Ähnlichem abgestellt werden.
  • Das Umzugsfahrzeug könnte zwar grundsätzlich ohne Ausnahmegenehmigung abgestellt werden … Tatsächlich ist dies wegen ständig parkender Fahrzeuge oder anderer Ladetätigkeiten aber nicht möglich. Daher soll eine mobile Haltverbotszone eingerichtet werden.

(Hervorhebung von mir)

Unmittelbar vor dem Haus, in dem ich jetzt noch wohne, steht ein Haltverbotsschild. Das haben zwar Besucher des Hauses in der Vergangenheit schon einmal beim Ausparken umgeflext, die Stadt bestand aber darauf, es wieder zu errichten, auch wenn sich wenigstens mir der Sinn eines Halteverbots an dieser Stelle nicht erschließt. Ein eingeschränktes Haltverbot, im Volksmund Parkverbot, ist wegen der Garagenausfahrten unbedingt notwendig, ein Haltverbot nicht unbedingt. Selbst LKW können an haltenden Fahrzeugen problemlos vorbeifahren, eine besondere Gefahrenstelle gibt es auch nicht.

Der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für den Umzugswagen sollte nichts im Weg stehen, dachte ich.

Ich füllte den entsprechenden Antrag (PDF) der Stadt Köln aus und kreuzte ordnungsgemäß an, dass sich vor dem Haus ein “absolutes Haltverbot” befindet, von dem für einen Tag ausgenommen zu werden ich also beantragte.

Ausnahmegenehmigung Halteverbot

Ausnahmegenehmigung Halteverbot

Den Antrag faxte ich an die Stadt – und hörte nichts mehr davon. Gestern rief ich an, fragte nach, erwischte eine wirklich sehr freundliche Sachbearbeiterin, die meinen Antrag nicht finden konnte und sogar ins Nachbarbüro rannte, um den Kollegen zu fragen. Kein Ergebnis.

Also sollte ich den Antrag einfach noch einmal faxen, meinte sie, bis ihr die Idee kam: Was für eine Ausnahmegenehmigung ich denn erteilt bekommen wolle? Ich: Von einem absoluten Halteverbot. Sie: Ja, das *können* wir ja gar nicht. Dazu müsse ein anderes Amt gefragt werden, was aber anscheinend auch binnen einer Frist von mehreren Wochen oder gar überhaupt nicht denkbar ist.

Ich fasse also zusammen:
Die Stadt Köln bietet an, Ausnahmegenehmigungen zum Parken von Umzugswagen zu erteilen. Wenn ein Antragsteller die vorgesehene Option ankreuzt, eine Ausnahme von einem absoluten Halteverbot erteilt zu bekommen, dann wird sein Antrag vom Sachbearbeiter weggeworfen. Der Antragsteller erhält keine Rückmeldung, warum auch, schließlich kann sein Antrag gar nicht bewilligt werden.

Eine erstaunlich perfekte Falle.

Ich mach euch gleich den zweiten Reiter, ihr Asis!

“Weltuntergang!” – - -  war nicht das erste, was ich dachte, als ich gestern Nacht um halb eins aufwachte. Mein benebelter Gedankenstrom kreiste eher um einen  thematischen Kern in der Nähe von “Fresse, Arschlöcher!”

Ich lebe in einer reinen Wohnstraße, allerdings nahe einer Bahnhaltestelle. Also kommt es, wie überall, immer wieder vor, dass Betrunkene durch die Straße ziehen, sich lautstark Lebensweisheiten zugröhlend. So etwas ist schnell vorbei. Was hingegen nicht so oft vorkommt ist eine dutzendköpfige Gruppe von Jugendlichen, die auf der Straße vor unserem Haus stehen, einen Kreis bilden, einer spielt Gitarre, die anderen schwingen Plastikrohre heulend über ihren Köpfen, jaulen den Himmel an und versuchen auch sonst angestrengt den Eindruck von Mad-Max-Protagonisten zu erwecken.

Nach zwei Minuten verlor ich die Nerven, stand auf, besah mir das Spektakel aus dem Schlafzimmerfenster, schätzte, dass der Spuk nicht binnen kurzer Zeit vorbei gehen würde, zog mir Hose, Schuhe und Anorak an und betrat festen Schrittes die Straße.

Ich auf den Gitarrenspieler zu, der sich als Frau entpuppt, deren Gesicht mit schwarzer Schminke Beschmutzung simuliert. Ich greife ihr um den Hals, also der Gitarre, um den Sound zu stoppen, und erkläre den Herrschaften, dass sie die Möglichkeiten haben, den Ort des Spektakels sofort zu verlassen, oder mich andernfalls die 110 wählen zu sehen. Aufkeimenden Diskussionen begegne ich mit der eindringlichen Wiederholung des Wortes “SOFORT!”, beschimpfe die Gemeinschaft noch ein bisschen als asozial und erkläre, dass die Spießbürger dieser Straße morgen arbeiten müssten.

Während sich die Bande gutbürgerlicher Erstis gerade unter gesichtswahrendem Gegrummel aufzulösen beginnt, bleibt ein Mädchen stehen, sichtlich bedröppelt. Ich denke, dass ihr gerade dämmert, wie unnötig die Aktion war und wie sehr sie die Gefühle Unschuldiger verletzt haben könnte. Sie hebt den gesenkten Kopf, sieht mich an und spricht: “…aber wenn Sie das in einem anderen Ton sagen könnten…”

Du weißt ja, dass du gewonnen hast, wenn du die anderen duzt und noch schlimmer beschimpfst, sie dich aber zurücksiezen. Doch einen Kampf, das wurde mir gestern klar, scheine ich für immer verloren zu haben: Den um die Empathie in unserer Gesellschaft. Wenn nämlich jetzt schon offenbar gut gebildete, leicht zu beeindruckende 20-Jährige in einer Wohnstraße mutwillig nächtlichen Lärm veranstalten, bei Beschwerden aber um eine freundliche Tonart bitten, dann weißt du, dass hier bald keiner mehr an den anderen denkt, sondern jeder nur noch an sich.

Blinken tut man nur die für die anderen

1.
Vor einigen Monaten, während des Sommers, im Belgischen Viertel: Ich cruise entspannt, das Fenster offen, in Richtung meiner Hemdenreinigung. Man kann im Belgischen Viertel nicht schnell fahren, weil die Straßen eng sind und fast überall rechts vor links gilt. Ich rolle langsam auf die nächste Kreuzung zu. Auf dem Bürgersteig nähert sich von rechts ein hippes 30-Something-Pärchen, das die Straße, auf der ich fahre, offensichtlich überqueren möchte. Als sie am Bordstein angekommen sind, zögern sie keine Sekunde – sondern gehen einfach weiter, und zwingen mich, etwas plötzlich zu bremsen. Als ich sie aus dem offenen Fenster verwundert anspreche, dass ich gar keinen Zebrastreifen sähe, fangen sie an, mich zu beschimpfen: Ich könne doch wohl anhalten? Ich rufe ihnen, die weitergehen, noch nach, sie könnten an der Tatsache, dass ihre Beine nicht gebrochen seien, bemerken, dass ich das auch getan hätte.

2.
In der Nähe meines Büros war während der letzten Monate ein Bürgersteig vor einer Baustelle mit einem Holztunnel geschützt. Der Tunnel war so schmal, dass zwei Fußgänger nur aneinander vorbei gehen konnte, wenn sie ihre Schultern zurücknahmen und sich an die jeweiligen Tunnelwand schlängelten. Wenn ein Radler sein Gefährt durch den Tunnel schob, mussten die Passanten am anderen Eingang des Tunnels warten, bis er ihn durchquert hatte. Von den Radfahrern, die mir entgegen kamen und für die ich wartete, hielt es höchstens jeder zweite für notwendig, sich mit einem Nicken oder gar einem kurzen Wort zu bedanken.

3.
Ich fuhr vor drei Wochen mit der Straßenbahn ins Büro. Eine Radfahrerin überquerte die rot zeigende Fußgängerampel und wollte an den Geländern vorbei, mit denen der Übergang abgegrenzt ist, auch die Bahngleise überqueren, weil sie unsere herannahende Bahn nicht bemerkte. Der Fahrer bremste ab und bimmelte wie wild. Die Frau hielt ihr Rad noch rechtzeitig an – und schimpfte der Bahn wie ein Rohrspatz hinterher. (Die folgende Durchsage des Bahnfahrers über die Außenlautsprecher konnte ich schlecht verstehen, nur dass sie auf “blöde Kuh” endete.)

4.
Kennt noch jemand einen Autofahrer, der beim Spurwechsel oder Abbiegen blinkt? Warum auch? Blinken tut man schließlich nur für die anderen.

5.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal, von rechts kommend, an einer Kreuzung einen von links kommenden Radfahrer getroffen hätte, der meine Vorfahrt auch nur bemerkt hätte.

6.
Und schließlich diese Woche in der U-Bahn. Eine Frau steigt mit Kinderwagen ein. An der Stelle, wo in den modernen Waggons ein paar Sitzplätze fehlen, damit dort eben beispielsweise Kinderwagen abgestellt werden können, lehnt eine Frau, angelegentlich in ihr Smartphone vertieft. Die Mutter versucht, den Kinderwagen irgendwie dennoch dort hin zu rangieren, die Smartphonenutzerin gibt sich unbeeindruckt, hebt den Blick nicht, weicht dem Kinderwagen keinen Zentimeter. Schließlich gelingt das Einparkmanöver doch, die Mutter hat sich am Kinderwagengriff vorbei auch auf den Sitzplatz quetschen können. Fünf Sekunden später wendet sich die direkt vor dem Wagen stehende Smartphonefrau dem Kind zu und macht ein paar Gutschigutschi-Laute.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der alltägliche Umgang der Menschen auf der Straße miteinander verlottert. Immer weniger Menschen halten es für nötig, nett zueinander zu sein. Immer mehr halten sich für eine Insel, die sich um ihre Umgebung nicht kümmern muss, tun nur das, was sie selbst brauchen, aber nichts, was anderen gegenüber auch nur freundlich wäre. Sie gehen davon aus, dass sich die anderen ihrem scheubeklappten Verhalten anpassen und riskieren sogar lieber ihre eigene Sicherheit, als den Blick zu heben und vielleicht mal fünf Sekunden zu warten.

Entweder ich werde ich alt oder früher war das besser.

Schöffe: Tag 1

Da sitze ich also zur Linken des vorsitzenden Richters, nun selbst ein Richter, ein ehrenamtlicher, ein Schöffe. Vor mir sitzen Staatsanwältin, Pflichtverteidiger und der Angeklagte, dessen Wohl und Wehe nun zu einem Drittel auch von meiner Stimme abhängt.

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren hatte ich mich beworben, Schöffe zu werden, und zwar für die Schöffenperiode 2008 – 2013. Zunächst hatte ich gar keine Rückmeldung bekommen, zumal Köln mit Bewerbern um das Schöffenamt mehr als reichlich gesegnet ist. Anfang dieses Jahres wurde ich dann zu meiner großen Überraschung doch noch als Hilfsschöffe verpflichtet, und vor fünf Wochen kam der Bescheid, dass ich für den 26.07. tatsächlich eingeteilt wurde: Eine Schöffin hatte sich in den Urlaub abgemeldet, so dass eine kleine Strafkammer des Landgerichts Köln Ersatz benötigte.

Kurz der Fall:
Der Angeklagte, ein Herr M., hat eine wenig ruhmreiche Karriere als Junkie und Drogendealer hinter sich, hat dafür gesessen und noch zweieinhalb Jahre auf Bewährung offen. Seit fünf Jahren ist er wegen Drogenhandels nicht mehr auffällig geworden. Allerdings ist er wiederholt mit seinem Moped gefahren, ohne die notwendige Fahrerlaubnis zu besitzen. 2010 war er dafür bereits zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Und auch 2011 fuhr er sein Moped mal wieder lieber selbst, anstatt seinen Sozius ranzulassen, der gedurft hätte. Dummerweise fielen die beiden einer Polizeistreife auf und wurden angehalten. Hektisch wechselten sie noch die Plätze, um den Eindruck zu erwecken, der M.  sei nicht selbst gefahren. Der Polizist hatte das aber gesehen und ließ sich auch nicht bequatschen, das Gegenteil zu behaupten, was die beiden Profis noch versuchten.

Im ersten Prozess vor dem Amtsgericht sagte der Sozius als Zeuge dennoch aus, er sei gefahren, wofür er nun selbst einen Prozess wegen Falschaussage am Hals hat. Der M. wurde vom Amtsrichter, dem die Lügengeschichte wohl mächtig auf die Nerven gegangen war, zu vier Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Das wäre schlimm genug, wenn diese Strafe für M. nicht zur Folge hätte, dass auch die 31 zur Bewährung stehenden Monate nun fällig werden würden – insgesamt also fast drei Jahre Knast.

Der M. ging angesichts dieser Perspektive in Berufung, die nun vor dem Landgericht und vor mir landete. Eine Woche vor der Verhandlung, auf die er ein Jahr warten musste, konnte ihn sein Pflichtverteidiger wohl überzeugen, dass ihm auch eine höhere Instanz die Story nicht abnehmen würde. Deshalb legte M. schnell noch ein Geständnis ab und beantragte nicht mehr Freispruch sondern nur noch, seine Haftstrafe zur Bewährung auszusetzen, um so um das Absitzen der hohen Freiheitsstrafe herumzukommen.

Letztlich stand also zur Verhandlung, ob man einen Ex-Straftäter wegen folgenlosen, endlich gestandenen, wenn auch immer noch vorsätzlichen Mopedfahrens ohne Fahrerlaubnis für brutto drei Jahre in den Bau schickt.

In der Verhandlung waren sich von Anfang an alle Beteiligten einig, dass drei Monate auf Bewährung auch genügen würden und der Amtsrichter wohl “mal einen rausgehauen” hätte.

Der Fall war also, wie der Vorsitzende zu mir meinte, “ein sanfter Einstieg” ins Schöffenamt. Es gab keinen strittigen Sachverhalt, Anklage und Verteidigung stellen gleichlautende Anträge, und der Delinquent gab sich reumütig und konnte eine soziale Perspektive vorweisen.

Trotzdem der Fall für die Profis, zu denen ich mal inklusive der anderen Schöffin und dem Angeklagten alle außer mir zähle, oft geübte Routine war, muss ich gestehen, dass ich beeindruckt von der Gewissenhaftigkeit war, mit der diese Verhandlung geführt wurde: Der vorsitzende Richter fragte dem M. ernsthaft ins Gewissen; der Pflichtverteidiger schob seinem Plädoyer noch einen kleinen Fakt hinterher, den er zunächst vergessen hatte, um nichts unerwähnt zu lassen, das seinem Mandanten nutzen könnte. Und der Vorsitzende bezog uns Schöffen sehr ernsthaft in die Urteilsfindung ein, gestand sogar im Gerichtssaal beim Verlesen des Bundeszentralregisterauszugs des M. ein, dass er einen Fall des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vergessen hatte zu erwähnen, als ich ihn in einer Zwischenbesprechung danach gefragt hatte. Von der richterlichen Beratung zur Urteilsfindung darf ich nichts öffentlich machen, aber auch die war vom großen Bemühen nicht zuletzt des Vorsitzenden getragen, ein möglichst gerechtes Urteil zu finden.

Es war auch überhaupt die erste Gerichtsverhandlung, der ich jemals beigewohnt habe. Und letztlich finde ich es beruhigend, mit wie wenig Tamtam und mit doch wie viel Seriösität die Rechtsprechung wenigstens in diesem Fall funktionierte. Da ging es immerhin um eine jahrelange Haftstrafe, die möglicherweise ein Leben endgültig in den Abgrund reißen könnte. Und  das Urteil wird in einem unspektakulären kleinen Saal gesprochen, in dem vier Menschen (Vorsitzender, Staatsanwältin, Verteidiger, Schriftführer) Roben tragen, und alle akzeptieren diese Kleidungsstücke als Ausweis der Gewalt, die der Staat über den Angeklagten hat und die wir drei Richter mit ein paar gesprochenen Worten ausüben konnten. Für mich war es nachgerade spektakulär zu sehen, wie das einfach funktioniert.

Und es war mir buchstäblich eine Ehre, wenigstens dieses eine Mal ein bisschen mitgewirkt zu haben.

Kölnpfad, Etappe 5: Von Merkenich zum Wiener Platz

Wie angekündigt haben wir begonnen, die zwei übersprungenen Etappen des Kölnpfads nachzuholen. Auf der 5. Etappe ging es von Merkenich, der Endhaltestelle der 12, nach Mülheim zum Wiener Platz. Hier die ungefähre Streckenführung.

Vom Startpunkt aus geht es schnell an das Ufer des Fühlinger Sees, immer daran entlang, bis zur Kreuzung mit der Neusser Landstrasse. Der folgt man dann, allerdings auf einem parallel führenden, netten Feldweg, bis man an der Kantine plötzlich wieder im hässlichsten Großstadtverkehr steht. Von dort aus steuert man auf das Niehler Ei zu, das man schon aus dem Auto nur ungerne sieht, unterquert es und stößt endlich auf den Rhein. An dem geht es dann immer weiter entlang, über eine Fußgängerbrücke auch auf die Rheinseite des Niehler Hafens, immer weiter, bis schließlich die Mülheimer Brücke erreicht ist.

Wir hatten angesicht der Streckenführung befürchtet, dass diese Etappe etwas unschöner, asphaltöser und vor allem weniger vor der Sonne geschützt werden würde als die bisherigen. Tatsächlich führt der Weg aber fast durchgängig unter Bäumen entlang, wenn man auch tatsächlich viel über Asphalt läuft, insbesondere das lange Schlussstück am Rhein entlang, was meine Hüfte mich gegen Ende des Wegs auch deutlich spüren ließ.

Der Pilz kennt den Weg

Ansonsten ist diese Etappe wieder mal sehr abwechslungsreich. Man sieht den Fühlinger See mit der Regattastrecke, entdeckt die Felder neben der Neusser Landstraße, quert das Niehler Ei, kommt an der Merzenich-Zentrale und einem Hundeauslaufplatz vorbei und kann die protzigen Wohnhäuser am Rheinufer bestaunen (und mit etwas Glück auch ihre neureichen Bewohner).

Fühlinger See

An Feldern entlang der Neusser Landstraße

Es geht nicht nur über schöne Wege

Am Herzen von Kölns Backwarenversorgun

Der Niehler Hafen bietet dann einiges Augenfutter, und am Ende wartet die Mülheimer Brücke mit einem prächtigen Ausblick auf das Kölner Panorama mit Dom, Colonius und Axa-Hochhaus.

Niehler Hafen

Niehler Hafen

Das ersehnte Ziel: Die Mülheimer Brücke

Blick auf die City

Insgesamt eine solide Etappe, die man in den angegebenen 3,5 Stunden plus Pausen gut bewältigen kann. Vrlaufen haben wir uns nur an einer Stelle, als wir nämlich den Abzweig zur Brücke über den Hafen verpassten. Hier heißt es: Genau hingeschaut! (Immerhin konnten wir unseren Frust dann aber im McDonald’s auf der Amsterdamer Straße bewältigen, dessen goldene Bögen wir auf unserem Irrweg unversehens leuchten sahen.)

Die Golden Arches leuchten nach Erfrischung!

Kölnpfad: I love you!

Alle Fotos von der 5. Etappe.

Mein kleiner Führer zu den restlichen Etappen.

Kölnpfad, Etappe 7: Von Dünnwald nach Thielenbruch

Zwei Etappen des Kölnpfads haben wir angesichts des Wetters am vergangenen Sonntag übersprungen: Die 5. und 6. werden wir demnächst mal nachholen, aber bei hellem Sonnenschein wollten wir lieber durch den schattigen Wald wandern als durch den Niehler Hafen oder entlang des Rheins.

Die 7. Kölnpfad-Etappe beginnt in Leverkusen-Schlebusch an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 4. Schon wenige Meter später aber steht man buchstäblich im Wald, den man bis zum Endpunkt in Thielenbruch nur noch selten verlässt. Hier geht es im Wesentlichen lang:

Abwechslungsreich ist die Etappe allerdings nicht. Breite Waldwege wechseln sich mit schmaleren Waldwegen ab, dichtere Belaubung mit etwas weniger dichten, mal haben die Schutzhütten am Wegesrand Dächer, mal nicht.

Kölnpfad

Kölnpfad

Kölnpfad

Versuchung am Wegesrand

Das war’s aber auch schon fast mit der Abwechslung. Die kleinen Highlights am Wegesrand sind ein Fischteich mit Reiher, das Dünnwalder Waldbad und der Wildpark, zu dessen Wildschweingehege man einen wenige hundert Meter weiten Abstecher machen kann. Dann noch die Diepeschrather Mühle (naja, hauptsächlich wegen der Möglichkeit, hier für eine Zwischenrast einzukehren) und schließlich der historische Thielenbrucher Bahnhof, in dem ja auch das KVB-Museum untergebracht ist, und der sich für ein Abschlussbierchen anbietet.

Endstation Thielenbruch

Mit insgesamt 12 Kilometern ist die Etappe nicht übermäßig lang und man kann sie auch ohne längere Rast problemlos durchwandern.

Allerdings geben die Wegmarkierungen auf dieser Etappe ein paar Rätsel auf. Zweimal verpassten wir einen Abzweig: Ein Mal, weil der Kölnpfad über einem anderen Wanderwegzeichen stand und unklar war, ob der Abbiegepfeil für beide galt. Und an der Stelle, wo man auf die Diepeschrather Straße trifft, sagt der Pfeil eindeutig “linkherum”, während das Buch rechtsherum sagt. Wir verließen uns auf die Wegmarkierung, was ein Fehler war. Unser Glück war nur, dass im Endeffekt beide Wege zum Ziel führen, nämlich zur Diepeschrather Mühle. Aber auch andere Markierungen waren teilweise schon zugewachsen oder nicht so eindeutig wie auf anderen Etappen.

Ja was denn jetzt?

Unterm Strich ist die 7. Kölnpfad-Etappe ein langer Waldspaziergang durch Dünnwald und den Thielenbruch. Hier sind alle meine Fotos unseres Wegs.

Die 8. Etappe werden wir wohl Ende Juli angehen, eventuell schon vorher die 5. und/oder 6. Etappe nachholen.

Mein kleiner Führer zu den restlichen Etappen.

Kölnpfad, Etappe 4: Von Roggendorf/Thenhoven nach Merkenich

Nun hat es also doch fast ein ganzes Jahr gedauert, bis wir gestern endlich die nächste Kölnpfad-Etappe in Angriff genommen haben. Hier entlang führt der Weg:

Startpunkt ist der S-Bahnhof Köln-Worringen. Von dort aus geht es durch den Worringer Bruch, in einem langen Bogen zwischen dem Bruch und dem angrenzenden Feld entlang, dann auf relativ direktem Weg zum Rhein und dann ein sehr langes Stück den Deich hinunter bis vor der Leverkusener Autobahnbrücke, wo man rechts abbiegt und die Endhaltestelle der 12 in Merkenich erreicht. Insgesamt geht man 11 km, die wir mit einer kurzen Rast auf einer Bank, immer wieder mal einem Fotohalt und einer Kaffeepause im Kasselberger Gretchen locker in vier Stunden schafften.

Im Worringer Bruch

Weg entlang dem Rand des Worringer Bruchs

In meiner Wegbeschreibung habe ich nicht viele Details der Strecke weggelassen, so dass man schnell erkennt: Die abwechslungsreichste Etappe ist diese vierte nicht. Der Bruch zu Beginn ist schön, aber auch sehr schnell durchquert. Das anschließende Feldstück ist nett, vom alten Römerweg erkennt man außer dem Straßenschild nicht viel, und den Rhein hinunter ist es, wie es am Rhein in Köln halt ist: Schön, aber auch direkt nicht wild romantisch.

Über den Deich

Am Rhein

Am interessantesten sind, außer dem Bruch, dann noch die Hinterhöfe der Häuser, an denen man nach der Hitdorfer Fähre vorbeigeht.

Auf dem Kölnpfad

Auf dem Kölnpfad

Auf dem Kölnpfad

Und ansonsten gilt, dass man sich auf dem Kölnpfad eben an den kleinen Dingen erfreut: Sauerampfer, der auf dem Weg wächst, ein kreisender Raubvogel, eine Gruppe von Reiter auf den Rheinauen, Schafe am Wegrand, Hochwasserstands-Markierungen. Und daran, dass man im Kasselberger Gretchen zum Kaffe ungefragt ein Eierlikörchen mit Sahne dazu serviert bekommt.

Kuchen, Kaffee - und Eierlikör!

Ich bin gespannt auf die nächste Etappe, für die ich jetzt mal keine Versprechungen mache, die uns dann jedenfalls von Merkenich zum Wiener Platz in Mülheim führen wird.

Die Zielflagge in Merkenich

Alle meine Fotos von der 4. Etappe auf Flickr.

Mein kleiner Führer zu den restlichen Etappen.

Für keine Handvoll Cents

Der Besitzer des Zeitungskiosks in der U-Bahn-Unterführung am Neumarkt war mir schon immer ein bisschen komisch vorgekommen. In mürrischer Grundstimmung händigt er Druckerzeugnisse aus. Um Geld entgegenzunehmen, hält er nie die Hand hin, sondern bittet leicht unwillig darum, es auf die dafür vorgesehene Schale zu legen. Er mag Angst vor Infektionen haben, aber die Viren haften logischerweise auch am Geld. Und wer Angst vor Kontakt mit Menschen hat, sollte besser kein Büdchen betreiben.

Heute wartete ich an eben diesem Kiosk nach einer Dame, die eine Zeitschrift kaufte. Hinter mir reihte sich ein älterer Herr in die kurze Schlange ein. Als er sein Kleingeld aus der Tasche nahm, fiel ihm ein Fünf-Cent-Stück herunter. Da er den Verlust nicht bemerkte und ohnehin alt genug war, um sich nicht mehr bücken zu müssen, hob ich das Geldstück auf und gab es ihm. Er bedankte sich freundlich.

Einen Moment später war ich an der Reihe. Ich bat um eine Frankfurter Allgemeine und legte dem Kioskbesitzer den Preis von 2,10 € abgezählt auf sein Schälchen: ein 2-Euro-Stück, ein 5-Cent-Stück, fünf 1-Cent-Stücke. Er sah sich das Geld an, nahm das 2-Euro-Stück und sagte, mit leicht verächtlichem Blick auf die Cents, dass ich “das Zeug” behalten könne. Ich stutze kurz, dachte “na gut, dann eben nicht” und wollte mir die Münzen gerade wieder nehmen.

Ich hatte einen Sekundenbruchteil zu lange gezögert: Der unwillige Büdchenbesitzer hatte sich die 1-Cent-Münzen schon gegriffen – und pfefferte sie an mir vorbei mit Schwung in die menschenvolle Unterführung. Ich stand wie vom Donner gerührt, während der Büdchenbesitzer einen vergessenen Cent noch seinen Kollegen hinterher warf und das 5-Cent-Stück doch noch einsackte. Mir fiel wirklich nichts mehr ein, ich drehte mich um und ging.

Ich bin niemand, der auf den Cent achtet, wenn er etwas kaufen möchte. Aber Geld, und sei es noch so wenig, achtlos und buchstäblich “in my face” wegzuwerfen? Das hatte mich wirklich geschockt. Dazu kam die für mich unfassbare Respektlosigkeit des Kioskmannes, das ihm ja im Austausch gegen die Zeitung angebotene Geld so drastisch zu missachten. Höchstens wenn ein Freund ein Geschenk, das ich ihm mitbringe, vor meinen Augen wegwirft, könnte ich brüskierter sein.

Jedenfalls weiß ich, dass ich hier nicht mehr hingehen werde. Wer mein Geld nicht zu schätzen weiß und es, wenn er es schon nicht rollen und zur Bank bringen möchte, nicht einmal sammelt, um es einem Armen zu schenken, der soll es sich woanders besorgen.

Zeitschriftenkiosk in der U-Bahn-Passage am Neumarkt

Lob der Aquaristik

Ohne besonderen Anlass möchte ich heute mein nach langer Zeit wiedergewonnenes Hobby preisen: Die Aquaristik.

Zwergfadenfisch-Männchen

Mein erstes und bis letztes Jahr einziges Aquarium bekam ich von meinen Eltern zur Konfirmation geschenkt: Ein 200-Liter-Becken (100 x 40 x 50 cm), mit Stabheizer, Außenfilter und einer Abdeckung mit integrierter Beleuchtung ausgestattet. Ich weiß nicht, wie sie auf die Idee gekommen waren, jedenfalls war ein Aquarium nicht mein sehnlichster Wunsch gewesen. Das von meinen Großeltern geschenkte Fahrrad stand da schon weiter oben auf der Liste. Aber ihr Gefühl hatte meine Eltern nicht getrogen: Von Anfang an war ich begeisterter Aquarianer, pflegte Mollys, Platys, Neons, Zebrafische, Antennenwelse und Fadenfische, gab mein Taschengeld für neue Fische und Zubehör aus, grub mich mit Leidenschaft durch Fachbücher und genoss die Nachmittage und Abende, während derer ich im gemütlichen Lesesessel vor dem Aquarium saß, schmökerte und mich immer wieder im grün-bunten Getümmel verlor.

Als ich zum Studium umzog, konnte das Aquarium nicht mitkommen, dafür war die Studentenbude viel zu klein. Und in meinen Kölner Wohnungen nach dem Studium wäre zwar ganz grundsätzlich Platz für ein Aquarium gewesen, aber so ein Becken will und kann ja nicht irgendwo stehen.

Jetzt, Jahrzehnte nach der unfreiwilligen Aufgabe des ersten Beckens, habe ich, in der gemeinsamen Wohnung mit meiner Freundin, endlich wieder ein Aquarium. Und ich weiß genau, warum mich dieses Hobby schon damals so begeisterte, wie es das heute noch tut.

Rotblaue Kolumbianer und Keilfleckbarben

Vor allem nämlich ist die Aquaristik ungemein vielfältig. Wenn man das Ganze ernst nimmt, dann beschäftigt man sich, jeweils bis zu einem gewissen Grad, mit Zoologie und Tierpflege, mit Botanik und Gärtnerei, dabei auch mit Design, außerdem mit Chemie, Biologie und mit Technik. Ein schönes und funktionierendes Aquarium ist eben mehr als ein Glassarg mit Fischen drin, sondern es versucht, soweit in dem Maßstab überhaupt möglich, ein stabiles Ökosystem zu sein, in dem Pflanzen, Tiere und Technik zusammenpassen und das außerdem noch den Raum schmückt.

Das ist, nach eingehender Beschäftigung mit dem Thema, im Großen gar nicht so schwierig, im Kleinen aber schon. Nimm einen normalen Bodengrund und handelsüblichen Filter in einem nicht zu kleinen Aquarium, viele schnellwachsende und robuste Pflanzen und eher wenige, einfach zu haltende Fische: Fertig ist das biologische Gleichgewicht. Es stellen sich also halbwegs schnell Erfolgerlebnisse ein.

Im Detail wird’s dann aber knifflig und herausfordernd: Manche Pflanzen vertragen keine Temperaturen auch nur ein Grad über 25°. Manche Pflanzen kümmern, wenn der Nitratwert nicht betont niedrig ist, manche wollen viel, andere wenig Licht. Manche Fische wollen Schwimmpflanzen und dichte Bepflanzung, andere freien Schwimmraum. Nicht alle Fische sollten sich in der selben Wasserschicht drängen. Und wie halte ich die Algen so in Schach, dass für die Algenfresser noch genug da ist, sich die Blasenschnecken aber nicht über die Maßen vermehren?

So hat ein Aquarium letztlich dieselben Qualitäten wie ein gutes Spiel: Es ist leicht zu lernen, aber schwierig zu meistern.

Amano im Schlaraffenland

Man kann ein eingefahrenes Aquarium über Wochen einfach laufen lassen. Aber man kann sich auch auf Tagesbasis damit beschäftigen, nach der neuen, perfekteren Mittelgrundbepflanzung suchen, das Verhalten der Fische beobachten und sich überlegen, ob der Fadenfischharem noch ein weiteres Weibchen braucht, ob die Garnelen genügend Versteckmöglichkeiten haben, oder ob und wie man auf eine stärkere Beleuchtung umrüsten könnte, so dass die Pflanzen in der Problemecke nicht ihre unteren Blätter abwerfen (und ob das überhaupt der Grund ist).

Ein Aquarium verlangt selten nach Aufmerksamkeit, aber es bietet sich täglich dafür an.

Sieamesische Rüsselbarbe

Wer aber definitiv noch gesucht wird, das ist der Nathan Myhrvold der Aquaristik. Die aquaristische Literatur, so wissenschaftlich sie sich auch manchmal gibt, ist letztlich immer noch extrem anekdotisch und unsystematisch. Jeder Autor beschreibt ausführlich, wie es ihm gelungen ist, das perfekte Aquarium einzurichten. Dummerweise unterscheiden sich die Methoden oft dramatisch: Die einen erreichen mit einem wöchentlichen 80%igen Wasserwechsel tolle Resultate, die anderen wechseln das Wasser ein halbes Jahr lang gar nicht. Die einen schwören auf Phosphatkiller zur Algenbekämpfung, die anderen auf Garnelen. Für die einen ist ein hoher CO2-Gehalt entscheidend für das Wachstum einer Pflanze, für die anderen eine gute Beleuchtung. Was dringend benötigt wird ist ein Autor, der die zahllosen Parameter, die ein Aquarium hat, so systematisch variiert, wie Myhrvold es für die Kochkunst getan hat, um endlich Klarheit zu schaffen. Andererseits macht es die Sache spannender, wenn man nicht dem perfekten Rezept folgen kann, um das eigene Aquarium aufzubauen.

Doch ungeachtet all dieser Aspekte ist eins das wichtigste: Ich kann mich jetzt wieder abends in den Sessel oder auf die Couch setzen, ab und an einen Blick zum Aquarium werfen und mich an dem schönen Licht und an dem gemütlichen Treiben freuen.

Und wer Aquarianer für spießige Nerds hält, dem kann ich nur sagen: Jeder, der sich mit einem Hobby ernsthaft beschäftigt, ist ein spießiger Nerd. Aber es gibt Hobbys, die Ergebnisse haben, an denen sich weniger Gäste erfreuen können als an einem schönen Aquarium.

Gesamtansicht

Gesamtansicht nach der Umgestaltung (und vor dem Wachstum)

Und für die Fachleute hier jetzt noch eine kleine Bestandsliste meines Aquariums:

Technik:

  • Becken: Giesemann Contura 250 Liter
  • Beleuchtung: 2×39 Watt T5, Dennerle “Midday” (demnächst aber was pflanzenoptimierteres)
  • Außenfilter: Eheim professionel 3e 600T (Ja, überdimensioniert, ich weiß. Mit dem Gerät hat der Aquarienhändler seinen Schnitt gemacht. Dafür ist die Standzeit aber auch wirklich gut: 6 Monate ohne Reinigung. Dennoch: Eine Nummer kleiner hätte locker gereicht.)
  • CO2-Düngung: Dennerle 300 Quantum
  • Bodengrund: Elos Terra (Ich bin von dem Produkt wirklich voll überzeugt: Die Pflanzen wachsen wie blöde und Mulm existiert nicht.)
  • Bodenfluter: Dennerle 25 Watt

Pflanzen:

  • ca. 8 Valisneria americana
  • 3 Limnophila aquatica
  • ca. 10 Ludwigia repens “rubin”
  • 1 Crinum natans
  • 1 Echinodorus x barthii
  • 3 Cryptocoryne wendtii “green”
  • 2 Cryptocoryne wendtii “mi oya”
  • 4 Cryptocoryne undulata “broad leaves”
  • 4 Cryptocoryne parva
  • 1 Cryptocoryne x willisii
  • 2 Pogostemon helferi
  • 1 Anubias barteri var nana
  • 1 Microsorum pteropus
  • Javamoos

Düngung: Täglich und bei jedem Wasserwechsel mit Ferrdrakon.

Tiere:

  • 14 (RIP) 13 Keilfleckbarben (Rasbora heteromorpha)
  • 8 Rotblaue Kolumbianer (Hyphessobrycon columbianus)
  • 4 Zwergfadenfische (Colisa lalia: 1 Männchen, 3 Weibchen, davon eins in der blauen Zuchtform)
  • 4 Siamesische Rüsselbarben (Crossocheilus siamensis)
  • 10 Amano-Garnelen (Caridina japonica (multidentata))
  • 3 Algenrennschnecken (Neritina puligera)
  • 2 Zebraschnecken (Neritina natalensis)
  • viele kleine Blasen- und Posthornschnecken

Fütterung: Verschiedene Flockenfutter, ab und an rote Mückenlarven, manchmal Garnelenfutter.

Wasserwerte:

  • Temperatur: 25° C
  • pH: 6,8
  • KH: 5
  • GH: 7
  • Fe: 0,05 (Ja, trotz täglicher Eisendüngung. Vermutlich oxidieren entweder der große Filter oder der aktive Bodengrund ‘ne Menge weg.)
  • Nitrat: 20
  • Nitrit: <0,01

Gelegentliche Beigaben von Bananenblättern und Catappa-Blättern und -Rinde.

Neue, blaue Zwergfadenfischfrau

Rennschnecke

Keilfleckbarben

Schaumnest des Zwergfadenfischs

Rotblauer Kolumbianer

Transparente Blasenschnecke

Aquarium