Bundestagspräsident Lammert wettert gegen funktionierende Märkte

Zeit für ein Re-Posting. Wenn jetzt nämlich selbst der zweite Mann im Staate, Bundestagspräsident Lammert, den Quatsch propagiert („Lammert attackiert Gehälter beim FC Bayern“), der seit Monaten als schlechteste Verteidigung überhöhter Managergehälter angeführt wird, und SpOn ihn auch noch als Aufmacher adelt, dann muss man auch mal ein über drei Jahre altes Posting wieder rausholen dürfen:
Manager sind keine Künstler.

Herr Lammert, der Zorn auf überhöhte Managergehälter richtet sich vor allem gegen Menschen, die ihr Gehalt selbst bestimmen, und zwar abgekoppelt vom Markt. Politiker gehören übrigens in eben diese Gruppe.

Fußballer dagegen bestimmen ihre Gehälter nicht selbst, und der FC Bayern macht Gewinn. Einem solchen Unternehmen vorzuwerfen, in den einen Wert zu investieren, den es neben einem schönen Stadion hat, nämlich die Fußballer – das ist einfach nur unreflektiert. Gerade hatte ich noch überlegt, ob eine solche Aussage auch populistisch ist, aber nicht mal diese Qualität hat sie: schließlich strömen jede Woche Hundertausende in die Stadien, um ihr Eintrittsgeld zum Gehalt der Bayern-Stars beizutragen.

Wenn Lammert dann auch noch anmerkt, dass „Politiker ‚im Vergleich zu anderen Tätigkeiten sicher‘ zu wenig“ verdienten, dann kann der Mann nur eins wollen: den Deutschlandtarif. Ein Tarifvertrag, ausgehandelt vom Bundestag als höchster deutscher Volksvertretung mit allen Gewerkschaften, inklusive der VDV, in dem der Verdienst jedes einzelnen Berufs in Deutschland festgelegt wird. Ich hätte dafür einen Begriff auf den Lippen, der mir aber zu platt ist, um ihn in die Diskussion zu werfen.

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