Steinbrück will Angestellte schlechter bezahlen

Jetzt fängt der auch noch an: Finanzminister Steinbrück im SZ-Sportinterview:

Steinbrück: Ich kann mich dieser Meinung [von Bundestagspräsident Lammert] anschließen. Auf Dauer hält kein System Übertreibungen aus. Das gilt für Gehälter im Fußball genauso wie in der Politik und bei Managern. Im Sport wird einer Kommerzialisierung Vorschub geleistet, die schädlich ist und bei vielen Fans Abwehr und Abkehr auslösen wird.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wem Steinbrück das Geld geben würde, das der Verein verdient, wenn er an Stelle von Uli Hoeneß wäre? Offensichtlich nicht den angestellten Spielern, die es letztlich mit ihrer sportlichen Leistung verdienen. Auch nicht den Managern, die es verwalten und vermehren und schöne Stadien davon bauen. Wem sonst? Den Fans? Das wäre natürlich eine nette, populistische Idee, aber der Preis einer Stadioneintrittskarte wird jetzt schon über Angebot und Nachfrage wirksam geregelt: Wenn den Fans die Karten zu teuer werden, gehen sie nicht mehr hin und der Verein kann keine hohen Gehälter mehr zahlen. Da ist also kein Handlungsbedarf. Beweis gefällig? „Boomende Bundesliga vor Zuschauer-Rekord„!

Ich meine: Im Fußball ist es endlich mal so, dass die Angestellten das meiste von dem Geld bekommen, das sie mit ihrer Füße Arbeit erwirtschaften. Und dann ist es auch wieder nicht recht.

Was also ist die wirtschaftliche, gesellschaftliche oder auch nur moralische Grundlage, auf der Steinbrück eine Beschränkung von Fußballergehältern fordert?

Ich glaub, ich geh jetzt gleich wieder Alkohol trinken und mach mir keine Gedanken mehr über Politik.

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