Vertrauen ist nicht blind

Das Schlimme an der Liechtensteiner Steueraffäre ist aus meiner Sicht ja, dass der Liechtensteiner Erbprinz Alois das Wort „Vertrauen“ in seiner politischen verwendung jetzt noch mal extra versaut hat.

Wolfgang Schäuble tut ja schon regelmäßig das seine dazu, den Begriff mit „blinde Naivität“ zu belegen, weswegen der Staat jederzeit in alles reinschnüffeln können müsse.

Erbprinz Alois von Liechtenstein sprach nun seinerseits davon, dass das „Vertrauen auf eine Privatsphäre der Bürger“ in seinem Land von besonderer Bedeutung sei, wovon ein Aspekt das Bankgeheimnis sei.

Um das mal klarzustellen: Vertrauen heißt nicht, sich die Augen zuzuhalten und wegzusehen. (Und wir wollen festhalten, dass die Vermutung, Liechtenstein sehe die vielfache Steuerhinterziehung seiner Bankkunden nicht, eine extrem wohlwollende Interpretation ist.)

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