Kurz reingeschaut: Bernd Begemann & Die Befreiung im Blue Shell

Bernd Begemann mal wieder. Ich weiß ja nicht, ob mein pentrantes Abfeiern von Begemann-Konzerten so langsam langweilig wird. Wer das findet, so viel ist sicher, war jedenfalls noch nie selbst dabei.

Gestern war Herr Begemann mit der Befreiung in Köln, um sein neues Album „Glanz“ vorzustellen. Naja, eigentlich hatte er das schon das ganze letze Jahr getan: „Glanz“ ist nämlich eine Best-of-Scheibe, für die alle Titel neu eingespielt wurden. Die Dauertournee 2007 sollte diese Auswahl von Lieblingssongs vorstellen, und das auch noch im vollständigen Zusammenhang ihrer jeweiligen Original-Platten. Egal, dann wird das halt jetzt nachgeholt, und es gibt einen willkommenen Anlass, nach ziemlich genau drei Monaten Entzug mal wieder ins Blue Shell zu gehen, fünf Weizen zu trinken und Bernd Begemann abzufeiern.

Der Mann ist gut in Form an diesem Abend. Gegen 10 entert er die Bühne zu einem The-Who(?)-Song. Später am Abend behauptet er, dass die Band und er, wenigstens als Ausdruck ihrer selbst, viel lieber alte Blues-Standards spielen würden. Und tatsächlich schiebt er kurz darauf einen englischsprachigen Song ein, der nach Sixties klingt und dessen Akkorde er der einsteigenden Band jeweils ansagen muss.

Überhaupt ist es ein erfreulich spontaner Abend. „Wir sind hier, um euch zu dienen“ fordert Begemann das Publikum auf, sich Songs zu wünschen. Auch ich nutze nach einer Weile die Chance, „Zweimal“ endlich wieder mal live zu hören: Die Befreiung liefert, mitsam erklärendem Intro (Wie oft muss man intime Erfahrungen mit eienr Person wiederholen, um sich sicher zu sein?), eine schweinemäßig groovende Version ab. Direkt anschließend steigt Begemann auf die Monitore am Bühnenrand, lehnt sich lasziv an die Box und schmachtet „Auf den schwarzen Schwingen der Nacht“ mit allem verfügbaren Nachdruck ins Publikum.

Ach, und so könnte man von diesem Abend weiter erzählen und erzählen. Man kann aber auch einfach bei nächster Gelegenheit wieder hingehen. Bernd Begemann & Die Befreiung kann man nie genug haben.

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