Fortuna Köln – Westwacht Aachen 4-1

Ein trotz des deutlichen Siegs fast ärgerliches Spiel…

Wiederum etwa 1.000 Zuschauer hatten den Weg ins Südstadion gefunden und sorgten für eine sehr schöne Kulisse bei angenehmem Fußballwetter. Und noch bevor sich alle Zuschauer gesetzt hatten, stand es bereits 1-0 durch Rachid Bouallal. Ich selbst war noch mit Anpfiff-Twittern beschäftigt, als der Ball schon im Netz zappelte, so dass ich das Zustandekommen nicht beobachten konnte. Ist ja auch egal, et kütt schließlich, wie et kütt, und das Tor zählte trotzdem.

Die frühe Führung gab der Fortuna, im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen Düren, diesmal offensichtlich Schwung. Man dominierte den technisch nicht schlechten, in der Abwehr aber heillos überforderten Gegner deutlich, spielte sich auch einige sehr gute Chancen heraus, die aber leichtfertig vertändelt worden.

Normalerweise rächt sich so etwas, und als Westwacht gegen Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel kam, hatte ich große Sorge, denn die Angriffe der Aachener waren durchaus gefällig, schnell und kombinationsreich. Allerdings stand die Fortuna-Abwehr hervorragend und konnte den entscheidenden Pass stets abfangen oder die gegnerischen Angreifer ins Abseits stellen.

Dann endlich mal ein sauber ausgespielter Fortuna-Konter, Stasi Stasiulewski passt von halbrechts zurück auf Stephan Glaser, und der schiebt aus rund 14 Metern unter dem Torwart durch zum 2-0 ein!

Mit diesem deutlich zu niedrigen Ergebnis ging es in die Pause.

Nach der Pause ging es zunächst genauso weiter, wie es vor der Pause aufgehört hatte: Fortuna hatte eine Chance nach der anderen – und verstolperte oder verpasste (buchstäblich) sie kläglich. Alleine Marco Stasiulewski versiebte binnen Minuten vier hervorragende Möglichkeiten, teilweise leichtfertig bis kläglich. Ein 4-0 oder 5-0 hätte zu diesem Zeitpunkt dem Chancenverhältnis entsprochen. Und dann passierte es natürlich doch noch, als wenn die Fortuna darum gebeten hätte, wieder nicht ohne Gegentor auszukommen: Ein Steilpass der Aachener wird von einem Kölner Verteidiger nicht konsequent genug abgelaufen, Ersatzkeeper Günther Schumacher, der bereits in einigen Szenen kurz zuvor Unsicherheit verbreitet hatte, konnte den Ball, an den der Aachener Stürmer kam, nur zur Ecke lenken, und die verwertete Aachen per Kopf zum 2-1-Anschlusstreffer. Unnötig wie ein Kropf, dieses Gegentor.

Fortuna antwortete aber immerhin sofort wieder mit Offensiv-Druck, spielte sich wenigstens zwei sehr gute Chancen heraus, und vergab sie wieder. Dann eine Viertelstunde Flaute. Es schien, als gingen beiden Mannschaften die Kräfte aus. Wenn dem so war, dann schwanden sie bei Aachen jedenfalls schneller als bei Fortuna.

Denn ab der 75. Minute spielte Fortuna eine Großchance nach der nächsten heraus, und in der 80. verwertete Stephan Glaser endlich endlich endlich ein steiles Zuspiel aus dem Halbfeld, umkurvte den aus dem Tor stürzenden Aachener Keeper und schob aus spitzem Winkel von rechts ein.

Der Bann war gebrochen, das Spiel gewonnen, und Fortuna versiebte weitere Großchancen, bis in der Schlussminute wiederum Bouallal ein hoch geschlagener Ball am rechten Rand des 5ers auf den Fuß fiel, als er mit dem Rücken zum Tor stand. Ein Hackentrick, eine blitzschnelle Drehung und einen harten Schuß unter’s Tordach später stand es 4-1, und der Schiri pfiff das Spiel gar nicht mehr an.

Fortuna hat dieses Spiel völlig unnötig fast kippen lassen und es gegen einen extrem abwehrschwachen Gegner vor allem verpasst, drei oder vier Tore mehr auf die Habenseite des Kontos zu packen. Wenn es mit dem Aufstieg noch klappen soll, dann wird es auf jeden Fall eng werden: Leverkusen wird man in der Tordifferenz wahrscheinlich nicht mehr einholen können, Viktoria Höhenberg wäre aber durchaus noch in Reichweite. Man stelle sich bloß vor, wir verpassten den Aufstieg mit dem wahrscheinlich besten Torschützen der Verbandsliga (Stasi) wegen der schlechteren Tordifferenz…?

In der Tabelle steht Fortuna weiter auf Platz 3, jetzt nur noch einen Punkt hinter den punktgleich führenden Leverkusen und Viktoria, die allerdings ein bzw. zwei Spiele weniger haben.

Nächsten Sonntag geht es in Hennef gegen den Tabellen-Neunten. Da müssen wieder drei Punkte her, wie im Zweifel in jedem jetzt der ausstehenden sechs Spiele. Es bleibt spannend.

[Udpate] Hehe, der Beweis, dass ich tatsächlich da war: http://www.flickr.com/photos/rubbeldiekatz/2425074690/
Ich sag aber nicht, wer :-)

[Update 2] Stimmung nach dem Sieg:

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