Fortuna Köln – Spvg Wesseling-Urfeld 6-0

Zu einem 6-0 muss man nicht mehr viel schreiben: Am Freitag war Fortuna dem Gegner, der immerhin aus dem gesicherten Mittelfeld der Tabelle kommt und in den letzten sechs Spielen ganze zwei Gegentore kassiert hatte, haushoch überlegen. Kulissentechnisch ist die Fortuna der Verbandsliga ohnehin schon lange entwachsen. Sagenhafte 1.500 Zuschauer füllten die Haupttribüne bis zum Rand; über so eine Zahl würde sich mancher Oberligist freuen.

Das frühe 1-0 in der 2. Minute trug seinen Teil dazu bei, dass Wesseling-Urfeld die wohl geplante Defensivtaktik sofort einpacken konnte. Fortuna machte dieses Mal aber nur kurz den Fehler der letzten Spieler, sich nach einer Führung hinten rein zu stellen und den Gegner kommen zu lassen. Lediglich gegen Mitte der ersten Halbzeit hatte Wesseling-Urfeld zwei sehr gute Chancen. Einmal zog der Mittelstürmer eine lange Flanke volley nur knapp am Gehäuse vorbei; ein andermal wurde ein gefährlicher Schuss aus 10m so gerade noch von einem Fortunenbein zur Ecke geblockt.

Außer in diesen etwa 10 Minuten, als es noch 1-0 stand, gab es aber keinen Moment im Spiel, in dem der Sieg der Fortuna bezweifelt werden konnte. Die Tore fielen dann auch wie reife Früchte als Ergebnis des ab der 30. Minute aufgebauten Dauerdrucks der Fortuna.

Selbst nach dem 3-0-Halbzeitstand ließ Fortuna nicht nach und machte mit dem 4-0 in der 64. Minute den Sack endgültig zu. Als das Spiel rund um Minute 80 dem Ende entgegen zu plätschern drohte, weckte der Wesselinger Keeper Himmelrath die Fortuna mit unsportlichen Aktionen wieder auf (dafür nochmal danke, Arschloch): Schon zu Beginn der Halbzeit hatte Himmelrath, nachdem ein Fortune zwar regelgerecht aber auch sehr hart gestoppt worden war und verletzt am Boden lag (und kurz darauf ausgewechselt werden musste), den Ball nicht ins Aus sondern spielte seelenruhig weiter. Später markierte er dann den sterbenden Schwan, tat so, als sei er von einem Fortuna-Spieler gecheckt worden und versuchte, eine rote Karte zu provozieren – beim schon hoffnungslosen Stand von 0-4…

Die Fortuna fand die passende Antwort und schenkte Herrn Himmelrath entschlossen noch zweimal ein.

Beste Spieler an diesem Tag waren eindeutig Kapitän Stephan Glaser, den Wesseling zu keinem Zeitpunkt des Spiels auch nur ansatzweise in den Griff bekam, und Cedric Mimbala, der defensiv mal wieder eine überragende Partie machte und sich nur noch bei seinen Offensiv-Aktionen verbessern muss, um in wirklich jeder Hinischt der Lucio der Verbandsliga zu werden.

Der Sieg war verdient und auch in der Höhe wichtig, da die Fortuna jetzt in der Tordifferenz an Viktoria Köln vorbei gezogen ist, wenigstens bis nach deren Spiel heute gegen Borussia Freialdenhoven, immerhin Tabbellen-Sechster. Leverkusen ist zwar tordifferenztechnisch weiterhin enteilt (+37 zu Fortunas +25), muss aber weiterhin nur noch einmal Punkte lassen, damit die Fortuna es wieder selbst in der Hand hat, am letzten Spieltag in Leverkusen den Aufstieg klar zu machen. Es bleibt spannend, sooo spannend.

Alle Tore des Spiels gegen Wesseling bei spox.tv: http://www.spox.com/de/sport/videos/dfc/fortuna-wesseling.html
(Hier sieht man auch mal Ultrax mit seinem „Gib mir ein F, gib mir ein O….“ und auch mal Klaus Ulonska im Tore- und Zuschauerrausch mit der Schäng-Gäng-Fahne.)

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