Menschenvermehrung durch kürzere Ausbildungszeiten

Kann mir das mal einer erklären?

Die Wirtschaft klagt wegen des dramatischen Fachkräftemangels über zu lange Ausbildungszeiten. Deutsche Uni-Absolventen seien im Schnitt drei bis fünf Jahre älter als ihre Studienkollegen in vergleichbaren Industriestaaten.

Was hat die Ausbildungszeit mit dem Fachkräftemangel zu tun? Was? Wenn heuer die erste Generation von Studenten überhaupt von unseren Unis abgehen würde, hätte das Argument vielleicht noch kurzfristig Substanz. Aber wenn jedes Jahr ein neuer Jahrgang in den Arbeitsmarkt kommt, dann ist ja wohl komplett egal, ob dieser Jahrgang 22 oder ein 25 Jahre alt ist.

Eine Verkürzung der Ausbildungszeiten würde einen Einmaleffekt in dem Moment erzielen, wo mehrere Jahrgänge zugleich in Arbeit kommen wollen. Wenige Jahre später wäre aber alles wieder wie vorher.

Außerdem muss mir wirklich mal einer erklären, warum er lieber einen 22-jährigen BWL-Absolventen einstellt als einen 25-jährigen (und das alles bei steigender Lebenserwartung und steigendem Rentenalter). Mir wäre der 25-jährige übrigens sogar lieber.

Beklagen sich Weinfreunde eigentlich auch über den Mangel an Qualitätsweinen aufgrund der langen Reifezeiten?

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