Keiner will den Bachelor

Man kann ja von verkürzten Ausbildungszeiten halten, was man will. Aber bitte erzähle mir niemand mehr, „die Wirtschaft“ wolle das so: Stiefkind Bachelor: Von vielen Arbeitgebern abgelehnt.

Besonders frappierend finde ich diese Passage:

Anders als im angelsächsischen System passen die halbfertigen Absolventen schlechter in den Betrieb. „In Deutschland fehlt die Infrastruktur der internen Weiterbildung“, meint Rouven [Sperling vom Projekt „Berufsfeldorientierte Kompetenzen“ der Universität Freiburg]. „Die Personalabteilungen erwarten fertige Leute.“

Damit wird offenbar, was jedem sowieso klar war, der mit offenen Augen durch die politische Welt läuft: Die Verkürzung der Ausbildungszeiten hat ausschließlich finanzielle Gründe. Der Staat verlagert Teile der universitären Ausbildung in die Betriebe und entlastet sich damit von den Kosten. Das kann man ja sogar gut finden, mal abgesehen davon, dass es ein Nullsummenspiel sein dürfte. Aber man soll’s dann bitte auch einfach sagen.

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