Kurz reingeschaut: "Dexter"

ich erwähnte es neulich schon auf Twitter, und so richtig neu ist die Erkenntnis ohnehin nicht: Dexter rockt. Nach „The West Wing“ eine der besten ernsten TV-Serien, die ich je gesehen habe.

Die Schauspieler sind herausragend gut, besonders Michael C. Hall als Dexter versteht es, mit minimalistischster Mimik und Gestik die ganze Zerrissenheit der Figur deutlich zu machen. (Minimale Abstriche nur bei Jennifer Carpenter als Dexters Schwester Debra.) Die meisten Folgen sind zum Zerreißen spannend. Die Haupt-Story umspannt nach moderner Manier alle Folgen der Staffel, so dass ich die letzten sechs 50-Minuten-Folgen am Stück sehen musste. Zum Glück regnete es sowieso. Die Ambivalenz von Gerechtigkeitssinn und Unmoral in Dexter (Serie und Figur) birgt für eine TV-Serie erstaunlich tiefe Einsichten. In dieser Hinsicht ist Dexter die verfilmte Gewissensfrage von Dr. Dr. Rainer Erlinger im SZ-Magazin. Und auch filmisch ist Dexter sehr gut gemacht, mit einer nur leicht zu tonwertoptimierten Oberfläche.

10 von 10 Punkten hätte es gegeben, wenn die einzelnen Folgen noch ein bisschen bessere und eigenständigere Stories gehabt hätten und wenn die Serie ohne die Off-Stimme von Dexter ausgekommen wäre. (Ich dachte, Voiceovers seien seit Blade Runner verboten.) Aber auch so reicht es mir locker für 9 Punkte.

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