Knick in der Optik

Sonst, vor allem im Heft, ist der „Spiegel“ ja immer schnell mit Infografiken bei der Hand. Jetzt aber, wo sie mal wirklich helfen würde, verlässt er sich auf Text: Entwicklung des 100-Meter-Weltrekordes. Ich habe die Daten mal in ein Diagramm gepackt:

Hier sieht man erst so richtig, wie die Entwicklung sich bis in die 80er hinein langsam an eine Asymptote annähert. Der einzige kleine Ausreißer ist der zu hohe (!) Wert von 10,1 Sekunden vor Armin Harys 10,0.

In den 90ern macht die Kurve dann zwei schon verdächtige, aber vielleicht noch gerade akzeptable Treppchen nach unten. In den letzten paar Jahren aber knickt sie mit sehr vielen Punkten besetzt steil nach unten ab, wechselt die Richtung – seit Asafa Powell und Usain Bolt die Strecke beherrschen.

Eine solche Entwicklung wäre statistisch wohl entweder extrem unwahrscheinlich oder mit einer deutlichen Entwicklung des Sports oder seiner Sportler zu erklären. Nichts davon ist zu erkennen: Keine besseren Bahnen, besseren Schuhe, revolutionären Lauf- oder Trainingsmethoden oder eine verringerte Erdanziehung. Der einzig erkennbare Unterschied ist die Nationalität…

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