Kurz reingeschaut: "Dexter", 2. Staffel

Es war ja zu befürchten: Am Freitag war die zweite Staffel von Dexter angekommen; um 23 Uhr schob ich die erste DVD in den Player, und um 22 Uhr am Samstag Abend waren die rund 10 Stunden Programm duchgesehen.

Ich war noch am Freitag gewarnt worden: Die zweite Staffel sei schwächer als die erste, wenn auch immer noch sehenswert. Kann ich letztlich nicht bestätigen: Ganz anders, aber mindestens genauso stark wie die erste Staffel fand ich die neun Folgen – dummerweise kam dann aber noch drei nach…

Dieses Mal geht es für Dexter nicht darum, nach einem Serienkiller zu fahnden – vielmehr wird nach ihm selbst gefahndet, nachdem seine kleine Bodyfarm auf dem Meeresboden gefunden wurde. Special Agents rücken ins Miami PD ein und beginnen die Jagd auf den Mörder, der doch nur ein paar Meter weiter in der Forensikabteilung sitzt. Vor dem Hintergrund dieser Handlung hadert Dexter viel mehr mit sich selbst, als er das noch in der ersten Staffel tun musste, zumal er es plötzlich nicht mehr schafft, seine Opfer zu töten.

Die Zerrissenheit von Dexter, die sich in Staffel 1 noch darauf beschränkte, herauszufinden, warum er wurde, wie er ist, tritt so noch viel mehr in der Vordergrund und gibt der Staffel einen deutlich dunkleren Grundton. Die zahlreichen Handlungsstränge sind jetzt noch kunstvoller ineinander verwoben, ganz logisch führt eins zum anderen.

Leider fallen die letzten drei Folgen dann aber merklich ab. In Folge 9 kommt es zu einem dramatischen Höhepunkt, der über die nächsten beiden Folgen unnötig lang gestreckt wird, bis in der letzten Folge alle drei, vier Haupt- und Nebenhandlungen auf einmal zu einem Ende gebracht werden – und zwar durchgängig mit der Holzhammermethode. Das ist schade, gerade weil in den beiden Folgen zuvor so viel Zeit vergeudet wurde. Nur etwas merkwürdig ist, dass die Autoren keinen Cliffhanger oder keine offenen Enden für die gerade angelaufene dritte Staffel übrig gelassen haben.

Wegen dieser letzten drei Folgen bekommt die zweite Staffel von mir nur 8 von 10 Punkten; die ersten neun hatten noch eine ernste Chance auf die von axel geforderte 10, zumal ich mich sogar mit dem Voiceover angefreundet hatte, das mir in dieser Staffel einfach richtiger vorkam.

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