Das BVerfG und der nackte Kaiser

Es ist schon wirklich erstaunlich, dass es in Deutschland immer erst das Bundesverfassungsgericht braucht, um festzustellen, dass der Kaiser nackt ist.

Man muss sich ja wirklich fragen, was sich Menschen dabei denken, auf den Vorwurf, der Einsatz von Wahlcomputern mache die Aufdeckung einer Wahlmanipulation unmöglich, zu antworten, dieser Vorwurf sei unbegründet – bislang sei schließlich noch keine Manipulation nachgewiesen worden. Wa?

Das Allerallerallerlustigste aber war gestern wohl die Einlassung des hessischen Landeswahlleiters Wolfgang Hannappel: Man könne Wahlergebnisse ja sehr wohl nachkontrollieren, indem man sie nämlich mit historischen Ergebnissen und denen aus benachbarten Wahlkreisen vergleiche. Noch mal: Das sagt ein Wahlleiter.

Da muss sich erst das höchste deutsche Verfassungsorgan bemühen, um die alleroffensichtlichsten Missstände zu bennen, die man nur leugnen kann, indem man sich (wie oben) mit Zirkelschlüssen zufrieden gibt. Oder sich einfach Augen und Ohren feste zuhält.

Eine Schande.

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3 Gedanken zu “Das BVerfG und der nackte Kaiser

  1. Aber eins muß man uns lassen:
    Im Augen-und-Ohren-zumachen sind wir schon internationale Spitze…knapp hinter den Amis….und Nordkorea…

    Offtopic: Wo ist eigentlich Dein schöner last.fm-Player hin? Der hat mir nämlich schon manche Perle geschenkt.

  2. Na dann drück ich mal die Daumen, daß Dein Ticket bearbeitet wird.
    Scheint ja sonst ganz gut zu klappen mit WP. Ich scheue i.M. noch den Aufwand

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