Fortuna: Alles deja vu

So langsam geht mir das alles auf den Sack. Gestern Nachmittag, als ich erfuhr, dass Bayer 04 eine 3:0-Auswärtsführung noch hergegeben hatte, bereitete ich mich gedanklich schon auf ein Siehste-Posting vor: Nicht nur Fortuna Köln kann einen solchen Vorsprung hergeben, nein, das passiert sogar Bundesligisten.

Die Lust darauf verging mir aber nachhaltig, als ich vom Besuch der World Cyber Games heimkam und lesen musste, dass Fortuna bei den SF Oestrich-Iserlohn mit 2-3 verloren hatte. Nach überlegenem Spiel und früher Führung mal wieder das Spiel hergeschenkt. Die immer gleichen Kommentare von Trainer Mink nerven  so langsam auch:

Wir haben wieder ein Spiel aus der Hand gegeben, das wir klar dominiert haben. Das darf einfach nicht passieren. Jetzt gilt es bis zum nächsten Heimspiel gegen <GEGNER schedule=next> Ursachenforschung zu betreiben und dann dieses Spiel zu gewinnen.

Kenn ich irgendwie, die Ansprache – passiert ist aber nie was. Wir gewinnen Spiele, wir verlieren Spiele, wir gestalten Spiele unentschieden. Spielerisch zeigt der Trend der Mannschaft eindeutig oben. Aber unverändert bleibt, dass Fortuna sich nach Führungen zurück zieht und auf den Gegentreffer wartet. Wenn wir auch nur ein paar der Spiele gewonnen hätten, in denen wir führten, dann könnte Fortuna ganz oben mit dabei sein: Fünf Mal in 14 Spielen lag die Fortuna in Führung und gab dann doch noch Punkte ab. Umgekehrt holte man nur zwei Mal noch Punkte, nachdem man zurückgelegen hatte.

Das größte Problem der Mannschaft ist die schwache Bank: Da sitzt seit dem Ausfall von Stasi und bis zur Rückkehr von Ronny Waldkirch nach seinem Kreuzbandriss im Mai niemand mehr, der der Mannschaft wirklich helfen kann, wenn er ins Spiel kommt. Insbesondere die Neuzugänge enttäuschen mehrheitlich: Die als Flügelflitzer eingekauften Podlas und Bably bleiben (noch?) weit hinter den Erwartungen zurück. Ioannis Foukis sitzt seit Wochen zurecht auf der Bank, obwohl Andy Moog auf dem linken Defensivposten keineswegs brillante Leistungen abliefert. Stefan Hoffmann zeigt auf der 6er-Position von Waldkirch eine mittelmäßige Leistung nach der anderen. Und Abdenour Amachaibou ist noch viel zu neu beim Team und hat noch viel zu wenige Minuten gespielt, um seine Eignung beurteilen zu können.

Immerhin Hamdi Dahmani und Ramin Waraghai überzeugen nach kurzen Anlaufschwierigkeiten seit einigen Wochen.

Vor diesem Hintergrund wiegt der Ausfall von Cedric Mimbala doppelt schwer, der sich in Iserlohn eine rote Karte einhandelte.

Unterm Strich ist die Tabellenspitze nach dem in diesem Moment stattfindenden Restspieltag voraussichtlich erst mal weit entrückt. Nach unten sind es dagegen nur acht Punkte – bei einem bzw. sogar zwei Spielen, die Fortuna mehr hat. Das ist für einen Aufsteiger nicht ganz schlecht, aber es könnte so viel besser sein.

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