Theo gegen den Rest der Welt

So langsam kommt in der Sache Zwanziger ./. Weinreich doch was von der klassischen Presse:

  • Frankfurter Rundschau – „Zwanzigers verbissener Kampf“
    Zwanziger, der skrupellos genug war, zur Begründung seiner Reaktion in einem Interview mit Oliver Fritsch auf einen Besuch in Yad Vashem zu verweisen, blieb eigentlich nur der Notausgang.
    Das muss ihn mächtig gewurmt haben. Jedenfalls unternahm der DFB nun eine letzte Kraftanstrengung, um die Niederlage in einen Sieg umzudeuten.

    Damit ist amtlich, dass der DFB Rabulisten beschäftigt – Wortverdreher.
  • Frankfurter Rundschau, Kommentar – Wahrheiten
    Kritische Geister wie Weinreich gibt es im Sportjournalismus eine Handvoll. Sie sind unter Funktionären nicht wohlgelitten, klar. Neu ist der Versuch, sie als Hetzer zu brandmarken und so ihre Geschäftsgrundlage zu zerstören. Die Blogger, deren gewachsene Bedeutung der DFB sträflich unterschätzte, haben das erkannt und üben Solidarität. Sportjournalisten sollten ihrem Beispiel folgen.
  • n-tv.de – Der DFB blamiert sich
    Bewusst falsch dargestellt wurde hingegen, dass Weinreich die Aussage grundlos getroffen habe.

    Und dies ist beileibe nicht die einzige Falschaussage in der Pressemitteilung, in der der DFB seinem Präsidenten öffentlich beispringen wollte. Genau das macht die ganze Angelegenheit so unfassbar … Damit kann jedermann jederzeit jeden einzelnen der vielen sachlichen Fehler, die der Medienjournalist Stefan Niggemeier wie auch Weinreich schlicht Lügen nennt, bei Bedarf mit Fakten widerlegen.
  • Stuttgarter Zeitung – DFB-Präsident Theo Zwanziger und der Demagogenstreit
    Es ist ein geradezu dreister Versuch, wieder die von Zwanziger so oft erwähnte „Kommunikationsherrschaft“ zu erlangen. Es ist ein Schreiben aus der DFB-Welt, offensichtlich einem Paralleluniversum außerhalb des Rechtsraums.
  • Die Zeit – Ach, Theo
    Weil der Theo viele wichtige Leute im DFB und andere Journalisten kennt, hat er den Text mit der Geschichte von der Entschuldigung auch an die geschickt. Theo will nämlich, dass der DFB die „Kommunikationsherrschaft“ erlangt. Weil der DFB immer bestimmt, welcher Journalist eine Karte für ein Länderspiel bekommt und wer nicht, mögen ihn viele Journalisten. Ob Jens noch mal so eine Karte bekommt?
  • Süddeutsche Zeitung – Was ist ein Demagoge?
    Im September und im Oktober versuchte Zwanziger, vor dem Landgericht und dem Kammergericht Berlin das Unterlassungsbegehren durchzusetzen – ohne Erfolg. Mehrere Blogs begleiteten die Auseinandersetzung ausführlich. Die DFB-Pressemitteilung erwähnt die beiden verlorenen Gerichtsentscheide pikanterweise nicht.

Nur das Leitmedium Spiegel Online, sonst gerne auf jedem Trittbrett dabei, lässt seltsamerweise auf sich warten und erwähnt die Angelegenheit mit keinem Wort.

[UPDATE am 19.11.] Mehr Artikel:

  • Kölner Stadtanzeiger – Von Kampagnen und Demagogen
    Bis zum Redaktionsschluss war der DFB nicht dazu in der Lage, Fragen zu beantworten – weder Niersbach, noch Vize Rainer Koch, noch Kommunikationsdirektor Harald Stenger. Der verweist beim Thema Demagoge auf die Pressemitteilung und beendet das Gespräch abrupt, so man nach möglichen Falschbehauptungen in eben der Mitteilung fragt.Die Berufsverbände halten sich zurück. Der Präsident des Verbands Deutscher Sportjournalisten, Erich Laaser, lehnt jeden Kommentar ab, und beim Deutschen Journalistenverband nennt man die Pressemitteilung des DFB zwar „unglücklich“, aber es handele sich doch nur um eine Privatfehde.
  • Berliner Zeitung – Keine Frage der Ehre
    Der DFB kämpft mit zweifelhaften Methoden gegen einen Journalisten der Berliner Zeitung
  • taz – „Propaganda-Kampagne“
    Lange Jahre leitete Weinreich das Sportressort der Berliner Zeitung. Sein Fachgebiet ist die Sportpolitik. Immer wieder hat er gegen die Korruption in den großen Sportverbänden angeschrieben. Die Fifa hat ihn einst zur Persona non grata erklärt – für Weinreich sicherlich eine Auszeichnung.
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