50 Jahre Nichtstun können doch nicht bestraft werden!

Na endlich eilt einer den armen Künstlern zur Hilfe!

Es ist doch eine Standardbiographie: Ein Künstler schafft mit 20 Jahren ein Werk von Weltrang. Dann stellt er, it’s schließlich better to burn out than to fade away, erschöpft sein Schaffen ein und lebt von den Tantiemen, aber natürlich ohne die Möglichkeit, sich Geld für’s Alter auf die Seite zu legen. Mit 70 feiert er einen rauschenden Geburtstag mit Freunden und Familie, blickt am nächsten Tag auf’s Konto und stellt fest: Es geht keine Kohle mehr ein. Warum, warum, warum? OMFG, natürlich: Das Copyright ist nach 50 Jahren ausgelaufen! Es folgt Suppenküche, Altersarmut, die ganze Scheiße halt.

Doch verzage nicht, du armer Künstler! Denn dich zu bewahren kommt der stolze EU-Clanchef Charlie McCreevy himself geritten, und er fordert: 95 statt 50 Jahre Monopolrechte für Musik! Du bist gerettet!

Doch, so hör ich schon die Klage, was, wenn du 115 wirst? Sollst du dann etwa darben? Mit 20 ein Werk geschaffen, mit 115 von der Gesellschaft im Stich gelassen? Ja gilt das Alter nichts mehr? Soll Johannes Heester denn im Pappsarg beerdigt werden?

Nun, sicher wird sich auch im Jahr 2054 ein EU-Komissar finden, der sich für die gute Sache verwendet. Es geht schließlich um unsere Künstler!

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