Jetzt redet nur noch, wer was weiß

Gerade findet eine erfreulich differenzierte Diskussion auf Phoenix über den Amoklauf von gestern statt. Und wie das immer so ist, wenn man mal in Ruhe und ohne den Zwang zur Oberflächlichkeit diskutieren darf, kommt man vielleicht auf tiefgreifendere Ursachen als „Killerspiele“.

Sehr interessante Diskussionsfolge mit Stefan Drewes von der Schulpsychologischen Beratungsstelle Düsseldorf:
Kinder werden in der Schule gemobbt, werden dadurch zu Außenseitern und in krankhaften Fällen zu Amokläufern. Wurden einzelne Kinder von Mitschülern nicht immer schon gemobbt? Ja, wurden sie immer, aber heute gibt es mehr „empfindsame“ Kinder als früher, die von Mobbing tiefer getroffen werden. Warum gibt es mehr empfindsame Kinder? Weil in unserer heutigen Gesellschaft der Leistungsdruck immer höher wird, weil Gewinner viel mehr geschätzt werden. Warum ist das so? Weil generell die Schere in unserer Gesellschaft immer weiter auseinanderklafft.

Immer wieder erstaunlich: Kaum denkt man richtig hin, schon kommt man immer wieder auf dieselben Antworten. Nur dass die eben nicht so leicht sind, wie sie unser Innenminister eben schon wieder formulierte, für den Amokkläufer, Killerspieler, Horrorvideogucker und Päderasten irgendwie alle dasselbe sind, wie er eben in die Kameras sprach (finde ich leider online mit der Kinderpornografiepassage nicht).

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