Keine Pommes bei Burger King

Ich hasste es, auf einem Firmenfest meines ersten Arbeitgebers von brasilianischen Tänzerinnen auf die Bühne gezogen zu werden, um dort wie ein Tanzbär zwischen Elevinnen auszusehen. Wer hätte das nicht gehasst? Ich mag Gruppendruck nicht. Wer tut das schon und denkt da nicht an den Renegaten im Leben des Brian? Ich mag es ganz generell nicht, wenn man mir Dinge vorschreibt. Wer schon?

Insofern hatte die Dame hinter der Theke des Burger Kings auf dem Hohenzollernring großes Glück, dass ich vergleichsweise gut gelaunt war, als sich vorgestern folgender Dialog zwischen ihr und mir entsponn:

Ich so: Einen Double Cheeseburger und eine Cola light bitte.
Sie so: Möchten Sie ein Me…
Ich so: Nein, danke.
Sie so: Ist aber billiger!
Ich so: Es ist billiger, wenn ich ein Menü nehme, als wenn ich nur den Burger und die Cola nehme?
Sie so: Ja.
Ich so: Dann machen sie ein Menü und lassen Sie einfach die Pommes weg.
Sie so: OK! Ketchup oder Mayonnaise für die Pommes?
Ich so: …? [Und nach einem Blick auf das Kassensaldo.] Was kostetet der Burger?
Sie so: 2,69 €
Ich so: Und die Cola?
Sie so: 1,89 €
Ich so: Dann sind die zusammen aber doch billiger als das Menü?!
Sie so: Ja, aber nur 30 Cent.
Ich so: ICH WILL KEINE POMMES!

Und wenn es an diesem Abend außer dieser Kritik noch irgendeinen Grund dafür gebraucht hätte, die schon erstandenen Karten für die Hades Fraktur zurückzugeben: Die aufdringlichen Vertriebsmethoden von Burger King hätten ihn mir geliefert.

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3 Gedanken zu “Keine Pommes bei Burger King

  1. Es ist doch überall das Gleiche. Im Prinzip muss es doch als Fehlinformation gelten, wenn die Dame sagt es sei billiger und man im Endeffekt wirklich mehr bezahlt. Bei dem ersten Besuch in Subway Filialen ist der Trubel ja noch um Einiges größer. Man wird gefragt ob man Frischkäse, Scheibenkäse oder beides haben möchte, ohne dass einem gesagt wird, dass Beides zusammen teurer ist. Durch solche Auslassung von Informationen versuchen die Verkäufer ( bzw. sie bekommen es explizit gesagt es so zu machen ) natürlich ein Sandwich für möglichst viele Euro über die Ladentheke zu bringen. Wenn man weiß was man will ( und das erfordert zumeist intensives Training ;) ) kommt allerdings meist relativ zufrieden aus unseren modernen Fast-Food Filialen raus.

  2. Es gab doch mal diese Jungs, die YouTube-Videos gedreht haben, in denen sie versuchen, eine McDonald’s-Bestellung so aufzugeben, dass die Kassiererin keine Rückfragen stellen konnte. Also etwa „Ein BigMac-Menü mit einer Cola mit Eis, normal, nicht Maxi, mit Pommes, kein Ketchup, keine Mayonnaise, alles zum Hieressen.“ Find ich gerade leider nicht.

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