Mit großer Verantwortung kommt große Macht

Ich bin mir sicher, dass die bei der Aktion was vergessen:

Geht es nach Coca-Cola, sollen Werbeagenturen von ihren Auftraggebern künftig ausschließlich performance-orientiert bezahlt werden, berichtet AdAge. Im Klartext: Wenn die vorher definierten Ziele erreicht werden, ist die Zusammenarbeit mit dem Werbungtreibenden auch für Agenturen lukrativ („bis zu 30 Prozent Profit“). Ansonsten aber heißt es: Außer Spesen nix gewesen.

Sie werden nämlich den Teil vergessen, der bei der Vereinbarung leistungsabhängiger Gehaltsbestandteile auch regelmäßig hinten runter fällt: Wenn meine Entlohnung empfindlich vom Erfolg meiner Arbeit abhängt, dann kann ich es schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht erlauben, dass mir in diese Arbeit reingequatscht wird. Ich muss in der Lage sein, meine Ziele aus eigener Kraft und ohne äußere Beeinflussung zu erreichen.

Konkret: Wird es Coca Cola akzeptieren, dass eine Bestands-Agentur darauf besteht, ihren Kampagnenvorschlag nicht z.B. vom Coca-Cola-Marketing-Vorstand abändern zu lassen, weil sie befürchtet, dass sich die gewünschte Änderung negativ auf die Performance der Kampagne auswirken wird?

Denn es ist zwar bekanntermaßen so, dass mit großer Macht große Verantwortung kommt – aber eben auch umgekehrt.

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