Kurz reingeschaut: "Duplicity"

Das kann ja wohl keiner ahnen, dass die Abendvorstellung von Roncalli sonntags schon um 18 Uhr beginnt? So standen wir um 19 Uhr 30 etwas bedröppelt am Düsseldorfer Rheinufer und beschlossen, nach dem Verarbeiten des ersten Ärgers einfach ins Kino zu gehen. Also ab zum UCI und spontan nach einem Film gesucht. „Wolverine“ hatten 50% meiner Kinobesuchsgruppe schon gesehen, und „Slumdog Millionaire“ fand mit exakt 50% auch nicht die erforderliche Mehrheit. Also wurde es, nach einem kurzen Check der IMDB: Duplicity, eine Doppelagentengroteske mit Julia Roberts und Clive Owen.

Roberts und Owen geben die beiden Wirtschaftsspione Claire Stenwick und Ray Koval, die sich außerdem persönlich recht anziehend finden, auch nachdem bei Stenwick ihrem ersten Aufeinandertreffen Koval verführt und anschließend um ein paar Dokumente erleichtert. Es beginnt ein munteres Treiben, bei dem alle Parteien ein mindestens doppeltes Spiel spielen, beruflich wie privat.

Die Story wird in zahlreichen Rückblenden erzählt, wirkt teilweise etwas überkonstruiert, hält den Zuschauer aber doch immer auf den Zehenspitzen. Wirklich witzig war, dass ich den Film schon kurz nach Beginn fast wieder verlassen hätte, weil ich die Dialoge fürchterlich prätenziös und einfach billig fand. Tatsächlich sollen sie aber genau so sein, wie sich später im Film erschließt, der so recht sympathsich zwischen verschiedenen Verständnis-Ebenen hin und her hüpft. Und natürlich gibt’s am Ende dann noch einmal einen Story-Twist, der einiges des zuvor Gesehenen in ein neues Licht stellt.

Unterm Strich ist Duplicity ein unterhaltsamer Film auf dem Stand der Mainstreamkunst, den man 2009 erwarten kann. Muss man nicht gesehen haben, langweilt aber über zwei Stunden hinweg nicht. Roncalli wär trotzdem schöner gewesen.

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