Fortuna Köln – Germania Dattenfeld 3-1

Sportlichen Wert hatte dieses Duell für beide Mannschaften nicht mehr, die im Mittelfeld der Tabelle jenseits von Gut und Böse platziert sind. Für die Fortuna, am letzten Spieltag der Liga spielfrei, war es allerdings die Gelegenheit, sich im Südstadion würdig von noch einmal 1.400 Zuschauern zu verabschieden: Ein Vorhaben, das voll gelang.

Südkurve

Stasi vor der Südkurve

Südkurve

Kurz zum Faktischen. Die Fortuna begann, nach dem Ausfall von Kapitän Stephan Glaser, in der Tannenbaumformation: Blech – Malsch, Mimbala, Schroden, Gran – Maaßen, Hoffmann, Höffgen – Dahmani, Blankenheim – Kruth. Trainer Mink hatte also dem vor der Saison von Möllering sportlich verdrängten Niklas Blech noch einmal einen Einsatz gegeben, eine schöne Geste.

Es entwickelte sich ein sommerliches Spiel, bei dem sich beide Mannschaften nicht besonders weh taten – schade eigentlich, denn die Dattenfelder Teambetreuerin hätte man auch öfter über den Platz spurten sehen wollen. Eigentlich eine super Idee, quasi Germany’s Next Doc Model auflaufen zu lassen: Bei echten Verletzungen weiß man ja, dass sich 80% der Heilung ohnehin im Kopf abspielen, und vor einer hübschen Frau will so ein Oberligaspieler garantiert nicht mehr wimmern, als unbedingt notwendig. Falls es allerdings in einem Spiel mal notwendig ist, einen Beinbruch zu simulieren, um Minuten zu schinden, dann ist die Motivation eine doppelte, wenn die pflegenden Hände auch noch rot lackierte Nägel haben.

Hilfe naht

Dattenfelder Teamärztin

Dattenfelder Teamärztin

Außer diesem höchst willkommenen Highlight netzte Frank Schroden in der 26. Minute eine Ecke per Kopf am kurzen Pfosten vorbei ein – verdienter Lohn für eine herausragende und so wohl nicht geplante Saison als Innenverteidiger!

Das 1-0 durch Frank Schroden

Zehn Minuten später versiebte dann Kevin Kruth einen doppelt geschenkten Elfmeter: von der Mannschaft, um die Torschützenkrone der Liga zu erringen, und sowieso vom Schiedsrichter, der einen immerhin spektakulären Sprung von Daniel Blankenheim mit einem Pfiff belohnte.

Kevin verballert einen Elfer

Zur Pause endlich wechselte Matthias Mink Marco „Stasi“ Stasiulewski für sein Abschiedsspiel ein. Und der Torschützenkönig der letzten Verbandsligasaison bedankte sich nur fünf Minuten später mit dem Treffer zum 2-0. Nach zahllosen vergebenen Chancen der letzten Wochen endlich mal wieder ein typischer Stasi: Steil geschickt und Aug in Aug mit dem Keeper souverän eingenetzt.

Stasi schießt das 2-0

Jubel nach dem 2-0

Kurz vor dem Ende, in der 81. Minute, durfte dann auch Kevin Kruth noch mal, als ihm Hamdi Dahmani seinen 21. Saisontreffer auflegte.

Hamdi legt auf

Kevin trifft

Jubel nach dem 3-0

Der Ehrentreffer der Dattenfelder interessierte vier Minuten später niemanden mehr, auch wenn es ein wunderbar scharf über die Mauer getretener Freistoß genau in den Knick war.

Am Ende war nach langer Durststrecke also mal wieder alles Jubel im Südstadion, und ein schöner, sommerlicher Sieg gegen einen langjährigen Gegner bildete die Grundlage für die würdige Verabschiedung von Jan Malsch, Andy Moog, Daniel Maaßen, Marco Stasiulewski, Cedric Mimbala und Stephan Hoffmann, die die Fortuna nach der Saison aus unterschiedlichen Gründen verlassen.

Besonder erwähnenswert, dass auch „Ultrax Imperator Rex“ offiziell verabschiedet wurde, der langjährige Capo der Fortuna-Ultras, der sein Ehrenamt in der nächsten Saison aus beruflichen Gründen leider nicht mehr ausüben kann.

Verabschiedung von Ultrax als Capo

Ultrax gibt noch mal ein F

Ultrax gibt noch mal ein F

Insgesamt also ein schönes Ende einer wechselhaften Saison, die sich aber mit 13 Siegen, 9 Unentschieden und 14 Niederlagen für einen Aufsteiger durchaus sehen lassen kann: Nie in Abstiegsgefahr gewesen, am Ende der Hinrunde sogar mit einem Nasenloch am Aufstieg geschnuppert, und mit 48 Punkten aus 36 Spielen ein respektables Ergebnis erzielt. Für die nächste Saison hat der Vorstandsvorsitzende zwar schon wieder angekündigt, dass man um den Aufstieg mitspielen wolle, aber das warten wir mal in aller Ruhe ab. Bis dahin freue ich mich auf eine ruhige Sommerpause.

Dank an die Fans

Die Mannschaft dankt der Südkurve

Die Mannschaft dankt der Südkurve

Wassersport

Alle Fotos vom Spiel: meine, palim ihre, Sebastian Flügel seine, neph ihre.

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4 Gedanken zu “Fortuna Köln – Germania Dattenfeld 3-1

  1. Da geh ich am Montag also mal wieder zur Fortuna, fühle mich (wie immer) gleich zu Hause, schwatze mit dem Ex-Teammanager und den Jungs der Schäng Gäng ein wenig, wir sind uns einig daß es jetzt auch wieder mit dem FC nach vorne geht und dann kommt man abends nach Hause und versteht die Welt nicht mehr…

    Ich glaube fast daß ich im neuen Jahr wieder mal sehr regelmäßiger Gast im Südstadion bin, denn allein die Ultrax-Aktion zeigt anschaulich daß es wirklich eine völlig andere Welt ist als das beschissene (Voll)Profi-Geschäft!

    Insgesamt ein richtig schöner Tag der zeigt daß das „richtige Leben im Falschen“ also tatsächlich funktionieren kann. Nur finde ich immer noch 10 Euro Eintritt, zwei fuffzisch für Getränke und Wurst für die Spielklasse zu teuer. Dennoch hatte ich so viel Spaß wie lange nicht mehr auf einem Fußballplatz!

    Drei Fragen hätt ich dann aber doch noch:
    1. Ist der Ulonska wirklich so bekloppt oder ist er ein Showmaker?
    2. Warum hatte der Dresdener (gelbes Trikot, durfte auch mal ans Megaphon) weiße Clownhandschuhe an?
    3. Fährt Jonas Wendt SLK oder CLK?

    ps: ich glaub ich werde „lost in nippes“ wieder mal mit Leben füllen, die ganz schlimme Zeit ist vorbei…

  2. > 1. Ist der Ulonska wirklich so bekloppt oder ist er ein Showmaker?

    Beides. Wenn man merkt, dass er nicht mal das korrekte Endergebnis weiß, dann wundert einen sowas nicht mehr:

    „Ich glaube,dass wir momentan dabei sind, eine erfolgversprechende neue Mannschaft zusammen zu stellen, die in der Lage sein wird, um Platz eins oder zwei mitzuspielen“
    erklärt Ulonska
    http://f3.webmart.de/f.cfm?id=3148276&t=3555561&pg=2&r=threadview

    Schon nach dem letzten Spiel, dem 1-1 zuhause gegen RWE II, dachten wohl einige Offizielle, dass wir das Spiel gewonnen hätten, weil sie den Führungstreffer der Essener nicht mitbekommen hatten.

    > 2. Warum hatte der Dresdener (gelbes Trikot, durfte auch mal ans Megaphon) weiße Clownhandschuhe an?

    Keine Ahnung.

    > 3. Fährt Jonas Wendt SLK oder CLK?

    Ich schätze, das ist jedenfalls seiner Doppel-D-Freundin egal. (Unfassbare Szene: Die Dame saß links auf der Tribüne, alle guckten sowieso, was da für ein obertussiges Gerät durch die Gegend stolziert und wann sie wegen der ungünstigen Gewichtsverteilung vorne überkippt, und dann kommt in der Halbzeit kein anderer als ausgerechnet der blondierte Herr Wendt an die Bande und begrüßt sie.)

  3. christine fenner schreibt:

    ..schön das meine roten fingelnägel aufgefallen sind… rot hat einfach ne gute therapeutische wirkung, tonus anregend, bei nem spiel nie verkehrt..
    an regenerationstagen gibts dann halt eher pastelltöne.

    ps: nix gegen wendt u freundin, ihr kennt die nicht also bleibt doch lieber bei eueren problemen, leuten, verein (das wort zum sonntag!)

  4. Natürlich kenne ich Jonas Wendts Freundin nicht, und es liegt mir auch fern, sie als Mensch zu beurteilen. Aber sie ist schon eine _sehr_ auffällig gestylte Erscheinung und passt einfach perfekt in das Bild, das die Fortuna-Fans von Jonas haben.

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