Reicht ein Generationenkonflikt für eine Partei?

Vielleicht hatte ich mit meinem Bild von „Marsch durch die Generationen“, das ich vorgestern als Alternative für einen schnellen Erfolg der Piratenpartei zeichnete, mehr Recht, als ich selbst gehofft hatte? Jan sezierte gestern bei untergeek die Chancen der Piratenpartei , eine wichtige gesellschaftliche Rolle zu spielen („Piratenpartei: Träumt weiter!„). Und im Gegensatz zu mir tut Jan das mit politologischer Vorbildung (im Folgenden von mir stark zusammengekürzt, teilweise nicht nur dort, wo es durch drei Punkte markiert ist):

Kaum eine Erkenntnis hat unter den Politikwissenschaftlern derart viel Zustimmung erfahren wie der Verdacht, dass alle Politik und die Entstehung aller Parteien sich letztlich auf eine Handvoll von Konflikten reduzieren lässt.

[…]

Was aber zerteilt eine Gesellschaft in Gruppen (und Parteien)? Die Antwort der beiden Soziologen war verblüffend: Im Prinzip und in den westlichen Demokratien eine Kombination der immer gleichen vier Konfliktlinien. Als da wären: Arbeit vs. Kapital, Kirche vs. Staat, Stadt vs. Land, Zentrum vs. Peripherie, Materialisten vs. Postmaterialisten.

[…]

So, und nun sind wir zurück bei den Piraten. Bleibt man im Schema, stellt sich die Frage, welcher gesellschaftliche Grundkonflikt ihre Existenz speist. […] Tatsächlich ist meines Erachtens die Ultima Ratio der Piraten-Partei ein Generationenkonflikt.

[…]

Generationenkonflikte haben es an sich, dass sie sehr langlebig sind – sich aber irgendwann in Wohlgefallen auflösen.  Spätestens wenn die Digital-Generation die Analogen an den Schaltstellen abgelöst hat, ist sie, die Piratenpartei, überflüssig. Und das muss ihr klar sein.

Aber bitte lest den Artikel bei untergeek lieber selbst, Er lohnt sich vom ersten bis zum letzten Wort.

(via Holgi)

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