Mustererkennung

Gestern korrigierte ich Klausuren meiner Seminarteilnehmer und erschrak, weil die ersten Exemplare alle ziemlich schlecht waren. Leicht zu erklären: Schließlich sind Klausuren, die oben auf dem Stapel liegen, diejenigen der Spätabgeber – also derjenigen, die mit der Zeit nicht zurechtgekommen sind, weil sie wahrscheinlich nicht vernünftig gelernt hatten.

In der Mitte kamen dann einige sehr gute Klausuren, und gegen Ende wurde es wieder merklich schlechter. Auch leicht erklärbar: Das waren die Leichtfertigen, die eine Antwort hingerotzt hatten, ohne vernünftig nachzudenken oder abzuschreiben. Oder die Verzweifelten, denen schnell klar geworden war, dass sie die Antwort nicht wussten.

Erst beim Übertragen der Punktzahlen in die Gesamtliste fiel mir auf, dass die Klausuren alphabetisch nach den Namen der Teilnehmer sortiert waren…

Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell Menschen in allen Dingen das Muster erkennen wollen. Selbst in offensichtlich zufälligen Ereignisfolgen erkennt man sofort ein plausibles Schema.

Denkt da mal drüber nach, Verschwörungstheoretiker!

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2 Gedanken zu “Mustererkennung

  1. Dirk Zrause schreibt:

    So ein Unsinn.

    Dabei weiß doch jeder, daß die Leute deren Anfangsbuchstaben in der Mitte des Alphabeths liegen (sagen wir mal, rund um K und L) *deutlich* schläuer sind als wie der Rest!

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