Archivklitterung bei TNS-Emnid

Ach nee: Ich habe gerade, weil der Verantwortliche ja seit dieser Woche aus dem Urlaub zurück sein soll, mal bei TNS-Emnid nachgeschaut. Und tatsächlich haben die Kollegen stillschweigend die falsche Überschrift ihrer Pressemeldung korrigiert. Da heißt es jetzt nicht mehr: „Über 60 Prozent der Deutschen…“ sondern korrekt „Über 60 Prozent der deutschen Onliner stellen eigene Inhalte ins Internet„.

Aber natürlich ist dieser grobe Fehler nicht etwa öffentlich korrigiert worden. Es gibt keine Anmerkung im Artikel, dass die Überschrift zunächst anders gelautet hatte oder überhaupt, dass ein Fehler korrigiert worden sei.

Das ist natürlich eine schöne Taktik: Da haut man eine Meldung mit einem groben Fehler raus, die sich aber schmissiger liest. Dann ist man, wenn man auf einen Fehler aufmerksam gemacht wird, im Urlaub. Und vier Wochen später, wenn die Meldung eh schon lange und Dutzende von Malen weiterverbreitet in der Welt ist, dann wird ohne Spuren die Geschichte korrigiert. Damit keiner ins Archiv schauen und TNS-Emnid nachweisen kann, sie häten einen Fehler gemacht?

Ihr müsst alle noch so viel lernen – und offensichtlich nicht nur im Umgang mit der „Generation Upload“.

Immerhin kann man davon ausgehen, dass Oliver Krieg, der Verantwortliche für die Meldung, ernsthaft einen auf die Finger bekommen hat. Dafür war die Reaktion seines Chefs schnell genug.

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