Westfalia Herne – Fortuna Köln 3-0 (1-0)

Nur vier Tage nach dem 1-3 gegen Wattenscheid gleich die nächste deutliche Niederlage, gleich die nächste schlimme Leistung der Fortuna. Beim Tabellennachbarn in Herne setzte es im Duell der Traditionsmannschften ein 0-3, und dieses Mal ließ sich das Debakel noch nicht mal auf den Schiedsrichter schieben.

Haupteingang

Schuhkontrolle am Gästeeinlass

Schuhkontrolle am Gästeeinlass

The (Gäste-) Hill

Stadion Schloss Strünkede

Es fehlten zwar zehn Spieler, doch die Startelf der Fortuna konnte sich dennoch sehen lassen: Blech – Furucu, Marten, Jagusch , Beckers – Schroden – Dahmani, Schmied, Ende, Schwarz – Kruth. Wieder das 4-1-4-1 also, mit dem es schon gegen Wattenscheid beim Aufbauspiel gemangelt hatte. Und wieder stellte Matthias Mink Hamdi Dahmani nicht ins Zentrum, allerdings gab es dieses Mal die Erklärung, dass Mario Schwarz nicht gleichzeitig Glaser auf rechts und Dahmani auf links hätte vertreten können.

Auflaufen der Mannschaften

Und noch eine Parallele zum Wattenscheidspiel stellte sich alsbald ein: ein frühes Gegentor, auch das selbstverschuldet. Ein Ball kommt zurück zu Niklas Blech, der zu Saisonbeginn noch alter und neuer Stammtorhüter gewesen war, sich dann verletzt hatte und von dem heute gesperrten Christopher Möllering wieder verdrängt worden war. Der Ball ist nicht hart, er springt zwar vor Blech auf, aber keineswegs allzu tückisch. Dennoch semmelt Blech daneben, wie schon kurz zuvor einmal. Der Ball fliegt zwar hoch, aber nur wenige Meter weit, Sascha Jagusch gelingt es trotz besserer Position zum Ball nicht, den abzuschirmen, und der Herner Stürmer schießt zum 1-0 ein.

Jubel nach dem 1-0

Unglücklicher Torverschulder

Das war für die ohnehin spielschwache Fortuna fast schon der Todesstoß. Zwar bemühte sich die Mannschaft um Angriffe, besonders gefährlich wurden die aber nie. Ein Weitschuss von Schmied und ein Freistoß, der Kruth über den Scheitel rutschte: das war’s dann schon fast mit der Herrlichkeit.

Zwei Fortunen taten sich wieder unrühmlich hervor: Wie schon gegen Wattenscheid war mir Nico Schmied zu verliebt in seine technischen Fähigkeiten, anstatt dem Team mit klaren Pässen zu helfen. Kämpferisch war das voll in Ordnung, spielerisch kam zu wenig.

Und wie schon gegen Wattenscheid bettelte Christian Beckers um einen Platzverweis: Zunächst war er selbst gefoult worden, der Schiedsrichter verweigerte ihm aber den fälligen Freistoß. Beckers schluckte dieses Fehlentscheidung nciht etwa runter, sondern ließ sich zunächst alibimäßig für fünf Sekunden behandeln, während Herne einen Angriff über seine rechte Abwehrseite fuhr, fahrlässig und selbstvergessen. Wenige Sekunden, nachdem er das Spielfeld wieder betreten hatte, musste dann ein Herner Spieler für den Fehler des Schiedsrichters bezahlen. Beckers grätschte einen der Blau-Gelben an der Mittellinie krankenhausverdächtig weg und konnte sich anschließend bedanken, nur die gelbe Karte zu sehen; rot wäre verdient gewesen. Das ist einfach mannschaftsschädliches Verhalten von Beckers, zum wiederholten Mal in dieser Saison, in der es ohnehin nicht allzuviele Einsätze für ihn gab. Ich mag sein Spiel, ich mag seinen Kampfgeist, aber an seiner Selbstbeherrschung muss er unbedingt arbeiten.

Christian Beckers kommt von einer Pseudoverletzung zurück

Gelb für Beckers' übles Revanchefoul

Zur Pause war der Rückstand für die Fortuna verdient, auch die Höhe stimmte. Matthias Mink wechselte offensiv: Tomanek als zweite Spitze kam für Jagusch, für den Schroden wieder in die Innenverteidigung rückte. Nun also 4-4-2.

Man will Gastgeschenke überreichen

Doch die neue Taktik solte nie zum Tragen kommen, denn nach der Pause war das Spiel sofort vorbei: Den Abpraller nach einer Flanke konnte ein Herner Spieler in der 46. Minute in die Maschen dreschen. Anschließend hätte der gute Schiedsrichter auch abpfeifen können: Aus der Fortuna war mit diesem Tor quasi die Luft gelassen worden. Es fehlten in der Folge jede Spannung, jedes Nachsetzen, jeder Glaube an die Wende.

Jubel nach dem 2-0

Und am Ende musste man sogar froh nur noch das dritte Gegentor kassiert zu haben (in der 74. Minute, Abstauber nach einem von Blech noch gut abgewehrten Fallrückzieher). Ein 4-0 oder 5-0 für Westfalia wäre ohne weiteres möglich gewesen.

Wie gesagt: Die Fortuna war stark ersatzgeschwächt, insbesondere die Optionen von der Bank fehlten Matthias Mink. Aber die frühen Gegentore hätten dennoch nicht sein müssen, und Einsatz kann man dennoch von allen Spielern verlangen. Heute wirkte es, als hätte die Mannschaft die Saison schon abgehakt.

Deprimierte Fortunen im Herner Jubel

Die pro Tor versprochenen Schokohasen konnten vonjott und ich deswegen heute leider an keinen Spieler verteilen. Und wie geil und erstrebenswert nicht zuletzt die Torschützenhasen gewesen wären, werde ich später noch in einer separaten Fotostrecke publik machen.

Vielleicht gibt’s ja gegen Velbert am nächsten Sonntag Wiedergutmachung, und vielleicht hoppeln dann sogar noch ein paar verpätete Häschen durchs Südstadion. Das können vonjott und ich wirklich nicht alles alleine wegspachteln. Eine Leistungssteigerung ist also gleich doppelt dringend nötig.

Kevin allein in Herne

Feierahmd

Revier markiert

Trauriger Blick zurück

Alle meine Fotos vom Spiel auf Flickr.

Die offiziellen Fotos von palim auf Flickr.

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