Macht Arbeit Spaß oder nicht Spaß?

Ich gebe ja ab und an Vorlesungen im Fach Projektmanagement. Meine Klausuren sind relativ einfach, wenn man bereit ist, die Inhalte der wichtigsten Folien zu lernen und bei der Vorlesung leidlich aufzupassen. Natürlich gibt es immer wieder auch Kandidaten, die einfach nicht lernen. Meist sind deren Klausuren eine relativ einfache, aber auch traurige Angelegenheit: Dann gibt es eben keine Punkte für die nicht oder vollständig falsch beantworteten Aufgaben(teile).

Aber noch nie hat eine komplett falsche Antwort mich so herzlich und durchaus wohlmeinend zum Lachen gebracht, wie die folgende.

Die Frage/Aufgabe lautete:

Erklären Sie, wie Frederick Herzberg einen „Motivator“ und wie einen „Hygienefaktor“ definiert! Was fand Herzberg über den Unterschied zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit heraus?

Die Antwort auf diese Frage lautete:

machtarbeitspass

Das ist so weit neben der Frage, aber voll im Thema und hat gleichzeitig eine so banale Tiefe, fast Schwermut, dass ich mich wirklich schwer getan habe, keine Punkte zu geben. Außerdem kann ich mir nicht helfen, aber erinnert mich die Antwort ein bisschen hieran:  http://www.youtube.com/watch?v=zmRwMFUweC0#t=02m52s

Hat jedenfalls meinen Tag gemacht.

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2 Gedanken zu “Macht Arbeit Spaß oder nicht Spaß?

  1. V.J. schreibt:

    Na jedenfalls macht Dir Deine (Korrektur-)Arbeit Spaß. :-)

    Ich glaube, der Kandidat hat gar keine vollkommen falsche Antwort gegeben, sondern „Hygienefaktor“ einfach etwas freier interpretiert. Grundvoraussetzung für Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist nämlich zunächst mal, dass das Firmenklo einer potentiellen Hygieneüberprüfung durch die Berufsgenossenschaft standhielte. Das mag banal erscheinen, ist es aber nicht, wie ich aus leidvoller Erfahrung berichten kann. Ich verlink gern mal Fotos, falls Interesse besteht.

    Natürlich ist Zufriedenheit ganz so einfach dann doch nicht zu erlangen, dazu gehört bei mir noch ein anderer Hygienefaktor. Die Putzfrau war heut zwar da, trotzdem fühlt sich Spaß anders an und ich kann ja auch nicht die ganze Zeit auf dem Klo hocken. Also muss noch was anderes passieren: Meine persönliche Zufriedenheit steigt merkwürdigerweise synchron zur Distanz in km, die meine Chefin zum Arbeitsplatz aufbaut. Sie fährt hoffentlich bald nach Hause.

    Ich frage mich allerdings, ob ein Hygienefaktor (hier: Abwesenheit von Nr. 1) gleichzeitig ein Motivator sein kann?

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