1. FC Kleve – SC Fortuna Köln 0-3

Saisonauftakt in der NRW-Liga. Die spannende Frage aus Sicht der Fortuna-Fans war: Hat sich die Mannschaft gefunden? Vor der Saison hatte Deinfussballclub, der Investor hinter der Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft, ordentlich Geld in die Hand genommen. Mit einem Saisonetat, der in der Spitzengruppe der Liga liegt, wurden deutlich über ein Dutzend neue Spieler geholt: Der Aufstieg soll her, muss es aus Sicht der Investoren wahrscheinlich sogar. Jedenfalls ist er das erklärte Saisonziel, an dem auch der Trainer gemessen werden soll.

In der Startaufstellung gegen Kleve standen mit Alex Ende, Hamdi Dahmani und Kapitän Stefan Glaser gerade mal noch drei Spieler der letzten Saison. Die Vorbereitung hatte diese neu zusammengestellte Truppe praktisch komplett vergeigt: Bis auf das respektable 0-2 im Testspiel gegen die erste Mannschaft von Bayer 04 hatte es keine positiv erwähnenswerten Ergebnisse gegeben. Schlimmes dagegen ließ ein 0-5 gegen die U23 des Effzeh befürchten, das wohlgemerkt bei einem Turnier zustande kam, in dem jede Partie in nur einer Halbzeit ausgespielt wurde, und ein 0-1 im letzten Testspiel beim Landesligisten SC Worringen.

Heute aber, als es gegen Kleve um Punkte ging, sah das dann doch (über den DFC-Livestream) sehr, sehr ordentlich aus. In der Defensive konnte die Fortuna gegen die (allerdings nicht sehr heimstarken) Klever den Ball ein ums andere Mal erobern, indem sie Überzahl in Ballnähe schuf, auch wenn Kleve insgesamt keinen übermäßig gefährlichen Eindruck machte. Das schnelle Umschalten auf die Offensive gelang dann sehr gut, das Spiel in die Spitze folgte einem erkennbaren Schema: Steilpässe die Flügel hinab, dann Flanken auf die Stürmer. So sollte man es in einem 4-3-3 wohl spielen, das Matthias Mink in Halbzeit 1 aufführen ließ.

Die Tore fielen dann jeweils kurz vor Ende der ersten und zweiten Halbzeit nach dem Schema: Flügelspiel, flacher Ball in die Mitte, Tor. Das 2-0 war ein souverän verwandelter Elfmeter, nachdem sich Hamdi Dahmani mit in einer tollen Einzelaktion in gute Schussposition gebracht hatte, aber klar umgerissen wurde.

Unterm Strich ein verdienter Erfolg, der vielleicht ein Tor zu hoch ausfiel. Aber wenn es der Mannschaft Selbstbewusstsein gibt, soll es mir recht sein.

Sehr spannend wird es sein, zu beobachten, wie die Fortuna in einer Woche zuhause gegen die U23 von Alemannia Aachen aussieht. Auch letzte Saison gab es auswärts viele Erfolge, wenn man den Gegner das Spiel machen lassen und ihn auskontern konnte. Mit dem Spielaufbau, zumal gegen konterstarke Mannschaften, tat sich die Fortuna dagegen schwer. Die Taktikumstellung vom 4-2-3-1 auf jetzt 4-3-3- oder 4-4-2 lässt aber hoffen, dass Matthias Mink dieses Problem analysiert und behoben hat. Ich werde im Stadion sein und anschließend berichten.

Bis dahin aber heißt es: Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!

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