Fortuna Köln – SC Idar-Oberstein 07 2-0

(Heute mal ohne eingeklinkte Bilder, weil ich den Bericht auf dem Hotelzimmer schreibe und mir das Rumgefummel mit dem Touchpad zu mühsam ist. Die Fotos vom Spiel findet ihr aber hier: http://www.flickr.com/photos/surfguard/archives/date-taken/2011/09/17/?view=lg)

Nach drei Niederlagen in Folge gab es am Samstag, gegen den sieglosen Tabellenletzten, endlich mal wieder einen Sieg für die Fortuna. An dieser Stelle könnte ich den Artikel eigentlich auch schon wieder beenden, denn viel mehr Nennenswertes passierte nicht im Südstadion.

OK, ich mach trotzdem weiter und erwähne das Wichtigste: Uwe Koschinat musste nach drei Spielen mit 12 Gegentoren reagieren – und hatte Dieter Paucken aus dem Tor genommen. Paucken, immerhin mit Zweit- und Drittligaerfahrung ausgestattet, war an den letzten Niederlagen auch keineswegs alleine schuld, hatte aber auch nicht mehr so souverän gewirkt wie noch in den ersten Partien. Außerdem sollte die Mannschaft den Wechsel zugunsten von Jonas Sela vermutlich als Zeichen verstehen, dass auf Personen keine Rücksicht genommen wird: Immerhin hatte Koschinat Paucken von beider gemeinsamem, alten Verein geholt, der TuS Koblenz.

Das andere Opfer der Pleitenserie war Oliver Laux, der sich zuletzt grobe Fehler geleistet hatte, für ihn spielte Hamdi Dahmani. Warum, gerade gegen einen schwachen Gegner, Michael Kessel nicht auflief, der zuletzt immer mal zwei oder drei gegner ausspielen konnte, erschloss sich mir nicht.

Am Ende war aber keiner der Wechsel oder Nicht-Wechsel für den Sieg verantwortlich, sondern entweder Glück oder die Dummheit eines gegnerischen Verteidigers.

Die erste Halbzeit bot nämlich Fußball zum Einschlafen: Fortuna hatte zwar gefühlte 90% Ballbesitz, Idar-Oberstein spielte erst nach rund einer halben Stunde den ersten Angriff, der kein Konter war. Aber mit dem Ball anfangen konnten die Rotweißen nichts.

Nach der Pause kam es dann zur alles entscheidenden Szene, die ich nicht genau erkennen konnte: Ein Angriff der Fortuna war abgewehrt, Steffen Moritz setzte dem Ball nach und lief aus dem Strafraum heraus – als er fiel, ein Pfiff ertönte und der Linienrichter sofort entschlossen an die Kreuzung von Torauslinie und Sechzehner lief: Elfmeter. Der war entweder unberechtigt oder ein grober Fehler des Idar-Obersteiner Verteidigers, der einen Gegenspieler, der den Strafraum verlässt, natürlich nicht hart attackieren muss.

Egal, den Strafstoß verwandelte Silvio Pagano souverän.

Anschließend hatte Fabian Montabell, der sich mal wieder das ganze Spiel über abrackerte und sich nach dem Spiel sofort krampfvorbeugend behandeln lassen musste, noch zwei gute Szenen: Einmal traf er mit einem schönen Schlenzer von der Strafraumgrenze nur den Innenpfosten, beim anderen Mal tanzte er einen sehr passiven Verteidiger an der Strafraumgrenze aus, flankte an die gegenüber liegende Ecke des Fünfmeterraums, wo Lukas Nottbeck zum Endstand einköpfte.Viel mehr passierte nicht.

Nach 90 Minuten stand also gegen einen sehr schwachen, sehr inaktiven Gegner der wichtige Sieg, zu dem selbst der Fortuna-Trainer konstatierte, dass er ohne den eisbrechenden Elfmeter vermutlich nicht gelungen wäre. Das aber muss dem Fortuna-Fan egal sein, denn es darf auch mal der richtige Gegner zur richtigen Zeit kommen.

An diesem Samstag bei Schalke II, dem aktuellen Tabellen-Fünften, wird es schon wieder eine deutlich härtere Nuss zu knacken geben. Über das wahre Leistungsvermögen der neuen Fortuna-Mannschaft bleibe ich bis mindestens dahin im Unklaren.

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3 Gedanken zu “Fortuna Köln – SC Idar-Oberstein 07 2-0

    1. Danke für die Info! Ist das sicher? Bei DFC hab ich nichts davon gelesen, und ich hätte gedacht, dass sie so eine Nachricht schon zum „Schutz“ der Spieler veröffentlichen würden.

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