Fortuna Köln – Fortuna Düsseldorf II 3-0 (1-0)

Unter der Woche hatte es für einige Fortuna-Spieler geheißen: „Jonas / Tibor /Daniel / Andy / Alassane – ich habe heute leider kein Foto für dich.“ Fünf Spieler müssen den Verein verlassen, sie bekommen keinen neuen Vertrag mehr angeboten. Ob die fünf allerdings von sich aus Vertragsverhandlungen aufgenommen hätten, halte ich für unwahrscheinlich. Keiner der fünf war über Kurzeinsätze hinausgekommen, lediglich der letztjährige Stammkeeper Sela hatte ein paar Spielminuten gesammelt, als sich Dieter Paucken verletzt hatte. Die anderen vier waren selbst dann nicht zum Zug gekommen, wenn auf ihren Stammpositionen Personalnot herrschte. Dass alle fünf Fußball spielen können, wenigstens auf Oberliganiveau, haben sie aber schon vielfach bewiesen, so dass sie wahrscheinlich kein Problem haben werden, einen neuen Verein zu finden, wenn auch möglicherweise nicht in der Regionalliga.

Konsequent ist das Ausdünnen des Kaders auch mit Blick auf die nächste Saison: Wenn dann der Aufstieg das erklärte Ziel sein wird, wird das auch für manch aktuellen Stammspieler bedeuten, dass er einen mutmaßlich besseren Konkurrenten vor die Nase gesetzt bekommen wird. Die aktuell dritte Wahl des Trainers muss da natürlich zuerst weichen.

Einen Vertrag angeboten hätte die Spielbetriebsgesellschaft wohl Kevin Kruth. Dass die Konditionen nicht fürstlich gewesen wären, war nach der unter zweifelhaften Umständen gescheiterten Abstimmung zur Gehaltserhöhung Kruths unter den DFC-Mitgliedern vor anderthalb Jahren ohnehin klar. Außerdem wäre Kevin nächste Saison mit Sicherheit wieder nur Stürmer Nummer 3 oder 4 gewesen, und bei aller Liebe, die dieser tolle Sportsmann zur Fortuna hat, hat er tatsächlich Besseres verdient, als ab und an mit der zweiten Mannschaft auf Bezirksklassen-Asche zu spielen.

Guter Besserung, Kevin!

So wird die Fortuna also vermutlich mit einer deutlich überarbeiten Mannschaft in die Saison 12/13 gehen. Insbesondere im defensiven Mittelfeld und auf den defensiven Außenpositionen gibt es Handlungsbedarf, wenn man wirklich oben mitspielen möchte. Auch die Position ganz vorne ist mit einem Fragezeichen versehen: Eigentlich sollte Fabian Montabell die Qualität haben, auch in der Regionalliga zu knipsen. Ob ihm das in dieser Saison aber wirklich nur wegen akuter Formschwäche nicht gelang? Der in der Winterpause verletzt gekommene Massimo Cannizzaro hat jedenfalls schon nachgewiesen, dass er im Schnitt in jedem zweiten seiner bisherigen Regionalligaspiele treffen konnte.

Bleibt an dieser Stelle nur die Frage offen, warum ich eigentlich hier absätzelang über die Personalplanung der Fortuna schwafeln kann, wenn gestern doch erfolgreich Fußball gespielt wurde?

Nun, das Geheimnis ist, dass über das gestrige Spiel nicht viel mehr gesagt werden kann, als dass die richtige Fortuna 3-0 gegen die halbstarken Gäste aus der verbotenen Stadt gewann. Der Rest der Partie ist wirklich nicht erwähnenswert, Fehlpass reihte sich an Fehlpass, das Wetter war etwas zu frisch für die Jahreszeit, keiner hat sich verletzt und der Kaffee auf der Tribüne war mittelmäßig wie immer. Zwei Tore von Montabell, eins von Pospischil, ohne dass zu irgendeinem Zeitpunkt eine dem Ergebnis angemessene Begeisterung hätte aufkommen müssen.

Trotzdem: Solche Spiele so sicher zu gewinnen, ist auch eine Qualität. Und das sechste Zu-Null-Spiel der Saison ist für die Mannschaft mit den drittmeisten Gegentoren ja auch ganz schön.

Am Mittwoch gibt’s das Nachholspiel in Trier, über Ostern haben die Fortuna-Hasen dann spielfrei, bevor es anschließend gleich mit einer englischen Woche weitergeht.

Südstadion

Jubel nach dem 2-0

Auswärtsmob

Nach dem Schlusspfiff

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