SV Bergisch Gladbach 09 – Fortuna Köln 1-5

So laufen so Spiele dann eben: Frühe Entscheidung für den Favoriten, dann ein langer, sehr langer, abgrundtiefer Durchhänger, und wenn der Gegner in dieser Zeit kein Tor macht, dann bekommt er am Ende noch zwei und das Ergebnis ist so deutlich, wie sich das Spiel anfühlte.

Nach 20 Sekunden war das Spiel entschieden: Weiter Befreiungsschlag der Fortuna, ein Gladbacher Abwehrspieler lässt sich von Silvio Pagano übertölpeln, der läuft frei auf’s Tor zu und wird vom Keeper klar gelegt. Elfmeter und Rot, Führung und Überzahl während des gesamten Spiels.

Rot für den Gladbacher Keeper

Rot für den Gladbacher Keeper

Und wer in der Folge sah, mit welcher Harmlosigkeit Bergisch Gladbach agierte, dem war klar, dass die Mannschaft nicht ohne Grund tief in der Tabelle steht und dass es auch ohne diesen debakulösen Auftakt schwer geworden wäre, gegen Fortuna einen Punkt zu holen.

Eine halbe Stunde trat die Fortuna nach der Führung noch auf’s Gas, schoss einen Drei-Tore-Vorsprung heraus – und stellte den Spielbetrieb anschließend ein. Nicht einmal das 1-3 zehn Minuten nach dem dritten Kölner Tor konnte die Mannschaft erschrecken. 50 Minuten lang, von der 25. bis zur 75. Minute, war die Luft völlig raus aus diesem Spiel. Dann verletzte sich ein Gladbacher Spieler bei einem Sturz, musste vom Feld gehen, obwohl Gladbach schon drei Mal gewechselt hatte, und gegen 9 Bergische gelangen der Fortuna dann noch zwei einfache Tore zum Endstand.

Jubel über das 2-0 durch Thomas Kraus

Anschlusstreffer zum 1-3 für Bergisch Gladbach

Verletzung bei Gladbach

Jubel über das 1-5

Bedauerlich aus Kölner Sicht waren am Ende nur zwei Dinge: Zum einen, dass die Fortuna die Gelegenheit nicht genutzt hatte, um in der Tordifferenz mehr Boden auf Viktoria gutzumachen, auch wenn man es den bemitleidenswerten Gladbachern nicht gegönnt hätte, noch höher zu verlieren.

Zum anderen war schade, dass der Erfolg von Uwe Koschinats radikalen Personalwechseln beurteilt werden konnte, denn dafür war das Spiel nach der ersten Minute zu einfach.

Koschinat sagte nach dem Spiel, dass er das Gefühl gehabt hatte, mit Wechseln für „neue Reizpunkte“ sorgen zu müssen. Also hatte er nicht nur aus sportlichen Gründen gewechselt, sondern auch aus psychologischen. In der Verteidigung hatten außer dem gelbrotgesperrten Zinke gleich beide Innenverteidiger weichen müssen, so dass Mannschaftskapitän Mitja Schäfer zu seinen ersten Einsatzminuten kam und seinen Tribünenplatz mit Dominique Ndjeng getauscht hatte. Michael Lejan musste für Michael Kessel Platz machen, der seine Chance aber nicht nutzte und sich zu selten durchsetzen konnte. Und vorne hatte Steffen Moritz schon letzte Woche Fabian Montabell ersetzt, auch gestern bekam er den Vorzug vor dem aber wohl auch noch nicht ganz fitten Massimo Cannizzaro und bedankte sich mit einer Torvorlage und unermüdlichem Einsatz.

Am nächsten Sonntag geht es erst einmal zum Pokalauftakt nach Bad Honnef zum dortigen Landesligisten, wo es ein Wiedersehen mit Daniel Blankenheim geben wird, dessen klassisches 10er-Spiel ich immer sehr schätzte. In zwei Wochen kommt dann mit Hüls ein weiterer Abstiegskandidat ins Südstadion. Ich bin gespannt, welche Aufstellungen Uwe Koschinat gegen diese beiden Gegner aufbieten wird. Denn dass beide Spiele mit Pflichtsiegen beendet werden müssen, ist klar. Aber auch, dass das der letzten Stammformation zu selten gelungen war.

Nach dem Schlusspfiff

Nach dem Schlusspfiff

Auf Wiedersehen!

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