FV Bad Honnef – Fortuna Köln 3-6 n.E. (2-2, 2-2, 0-2)

Am Ende war nur überraschend, dass Fortuna dieses Spiel gewann. Ansonsten war alles für die jährliche Pokalenttäuschung bereitet: Ein unterklassiger Gegner; ein schönes Provinzstadion, wo man dem ruhmreichen SC Fortuna ein guter Gastgeber war; eine hoch feldüberlegene Kölner Mannschaft, die aber in Tranigkeit verfiel, allemal als nach der 2:0-Führung der Sieg schon festzustehen schien; eine vergebene Chance von Thomas Kraus alleine gegen den Torwart, mit der er das 3-1 und wohl den Sieg hätte klarmachen können.

Und natürlich ein Ende im Elfmeterschießen, das die Fortuna in den letzten Jahren nie für sich entscheiden konnte. Sollte dieser Fluch gebannt sein? Denn souveräner kann man Elfmeter nicht schießen, als das den vier Fortuna-Schützen gelang, die am Ende antreten mussten: Cannizzaro, Sievers, Kühn und als Schlusspointe Thomas Kraus schossen allesamt gut und unhaltbar. Vielleicht war die andere Serie dann doch stärker, dass die Fortuna nämlich keine Pokalspiele auf Rasen verliert. In den letzten Jahren war man stets auf Asche oder Kunstrasen ausgeschieden.

Tribüne

Stadion an der Menzenberger Straße

Am Ende zählt im Pokal nur der Sieg. Dennoch muss man darüber reden, wie Thomas Kraus seine Chancen vergibt, wie auch Ozan Yilmaz in der Verlängerung beste Einschussmöglichkeiten neben das Tor setzte, wie uneffektiv das Spiel von Michael Kessel und Massimo Cannizzaro ist, wie sich die Abwehr zwei Mal überlaufen ließ und wie oft die Flügelspieler ohne Unterstützung gelassen wurden. Und man muss auch darüber reden, wie es der Fortuna gegen defensive Gegner weiterhin nicht gelingen will, bessere und vor allem mehr Chancen herauszuspielen, selbst wenn der Sieg am Ende verdient war.

Aber man muss ebenfalls davon reden, wie unglaublich lässig der Bad Honnefer Spieler den Ausgleichstreffer erzielte: So einen abgezockten Chip über den Torwart hinweg muss man von einem Landesligaspieler nicht erwarten. Ich gebe zu, dass ich dieser Leistung spontan applaudiert habe.

Jubel über den Ausgleich

Ich kann nur hoffen, dass Fortuna in der nächsten Runde einen starken Gegner zugelost bekommt. Es muss ja nicht gleich Alemannia Aachen sein, aber Viktoria Köln darf es von mir aus gerne werden. Ich habe jedenfalls keine Lust, mir Ende November oder Anfang Dezember auf irgendeinem Dorfplatz die Zehen abzufrieren und dann doch nur wieder auszuscheiden. Dann lieber in einem harten Match gegen einen echten Gegner.

Ich erwarte vom Pokalwettbewerb ab sofort nichts mehr, bin aber gerne bereit, mich positiv überraschen zu lassen.

Kraus trifft zur Entscheidung

Dank an die Fans

Warten auf den Gegner

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