Cyrano de Bergerac im Schauspielhaus Köln

Die Story des fast schon französischen Nationalstücks kennen wahrscheinlich die meisten aus dem Film von 1990 mit Gérard Depardieu. In Köln wird dieser Klassiker in die Neuzeit gehlt, in die Hip-Hop-Szene. Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn es erst mal ein bisschen albern wirkt, aber natürlich geht es beim Rap wie auch bei Cyrano um die Geschmeidigkeit der Worte. (Sehr schön übrigens, dass nicht nur einige der großen Rapklassiker zu Gehör gebracht werden, sondern auch Fenster zum Hof von den Stieber Twins!)

Die Kölner Inszenierung ist schnell, stark gestrafft, abwechslungsreich und extrem unterhaltsam. Darstellerische Tiefe kommt dabei ein bisschen kurz, erst ganz am Ende können die drei Hauptdarsteller zeigen, dass sie mehr können als nur schnelle Gags gut getimed zu bringen. Aber was heißt schon „nur“? Die zentrale Szene, wenn Cyrano dem Christian vor Roxanes Haus die Verse souffliert, um die Angegebete endgültig für sich zu gewinnen, ist hysterisch lustig, sehr schnell inszeniert und perfekt choreografiert.

Die Moral von der Geschicht kommt am Ende vielleicht ein bisschen zu kurz, aber in den rund 100 Minuten der Inszenierung hat man sich gut unterhalten und geht beschwingt und auch ein bisschen traurig über Cyranos Tod aus dem Theater.

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