Fefe ist gegen Impfgegner, nutzt aber ihr Argumentationsschema

Das ist auch nicht verwunderlich. Denn selbst wenn ich Fefe so sehr schätze wie der nächste Blogger, so steht er doch meist mehr oder weniger weit auf der Verschwörungsseite der politischen Beobachtung.

Am Donnerstag reproduzierte Fefe ein Impfgegnerargument, obwohl er in Sachen Impfen voll auf der anderen Seite steht. Unter  http://blog.fefe.de/?ts=abeaa4b1 schreibt er zum Absturz der Germanwings-Maschine:

Die Cockpittür hat den Panikmodus wegen 9/11. Das ist eine Antiterrormaßnahme.

Wenn sich also die Geschichte so bewahrheitet, wie sie gerade aussieht, dann hat es in Deutschland mehr Tote durch Antiterrormaßnahmen als durch Terrorismus gegeben.

Das kann sein. Es ist aber ein variiertes Impfgegnerargument: Wenn Impfungen hochwirksam und weit verbreitet sind, dann wird es mehr Tote aufgrund von Impf-Komplikationen geben als aufgrund der Krankheit selbst – denn die tritt ja nicht mehr auf.

Und falls Terrorschutzmaßnahmen wirksam sind, aber „Nebenwirkungen“ haben, und falls es weiterhin überhaupt verhinderte oder abgeschreckte Terrorversuche gab, dann erliegt Fefes Betrachtung demselben Fehlschluss wie diejenige der Impfgegner.

Ich@Trackback zur Größe der Blase

Puh, das hätten wir also: Mein Interview bei Trackback ist durch. Wenn’s nicht live gewesen wäre, dann hätte ich vielleicht etwas weniger Adrenalin im Körper gehabt. Andererseits merke ich auch bei meinen Vorlesungen immer wieder: Wenn’s auf den Punkt klappen muss, dann ist die Konzentration auch so da, dass es irgendwie geht. Wenigstens hab ich mich nicht in irgendeinem Bandwurmsatz verirrt und den Ausgang nicht gefunden, was meine größte Sorge war. Nur eins hab ich kurz durcheinandergeworfen, als ich erkennbar irrtümlich behauptet habe, dass alle 500.000 Blasenbewohner die Piraten gewählt hätten.

Hier gibt’s einen Mitschnitt: http://drop.io/surfguard_trackback. (Danke, capk!) Demnächst dann wahrscheinlich auch im Podcast auf der Trackback-Homepage.